****komm mit!* rief*******die möve** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
KREUZ UND QUER!
*sechs neue notizen im april 2005*



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ein "liebeslied-generator"
eine kneipe - ein ofen - und viele frikadellen
hannelore ehrich - mit dem zeichenstift in marokko
gegen muff und spiessigkeit - die maler der "brücke"
einen "tusch" für camilla und charles
alles, was ich über den papst weiss

Kritik, anmerkungen, ergänzungen zu meinen notizen? hier kannst du es aufschreiben - mit einem "KLICK!" auf:
 
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(432)

was ich über den papst weiss?

ich sage es gleich: ich gehöre - als christ - keiner religionsgemeinschaft an. insofern geht es mich auch nichts an, welche haltung der papst zur stellung der frau, zur schwangerschaftsunterbrechung und homosexualität einnahm. das ist ein innerkirchlicher streit der katholischen kirche, der mich nicht weiter interessiert.

was mich aber interessiert, war die bereitschaft des verstorbenen papstes, den dialog mit den anderen weltreligionen zu suchen. er betete nicht nur zusammen mit den sogenannten „buchreligionen“ (juden, muslims), sondern auch mit hindus, buddhisten und allen religiösen gemeinschaften, die ihr leben auf gott ausrichten, es ihm widmen und auf ihn hoffen.

die besondere kraft dieses papstes zum dialog der religionen spürte ich, als ich den trauerfeierlichkeiten vor dem petersdom zusah. ich entdeckte unter den gästen, die zum begräbnis gekommen waren, auch den iranischen und syrischen präsidenten, den könig von jordanien, prinzen aus saudi-arabien, den präsidenten israels und den oberrabbiner von rom ....

es war für mich der nachdenklichste und bewegenste moment, als der syrische präsident dem präsidenten israels die hand zum friedensgruss reichte - im angesicht des aufgebahrten papstes.

jetzt weiss ich: hinter diese ernste und feierliche geste des friedens darf die welt niemals mehr zurück fallen, denn dieser händedruck spiegelt auf unmittelbare weise den wunsch der menschen, die zu hunderttausenden nach rom gekommen waren, um abschied zu nehmen:

um gottes willen frieden in der welt zu halten ...

... um gottes willen!

das ist alles, was ich über den papst, der sich johannes paul II. nannte, weiss ...



klick!






(431)


wer bei KREUZ UND QUER mitliest, weiss, dass ich einen faible für das englische königshaus habe. als familie sind die windsors nämlich so kleinkariert und generös wie die müllers von nebenan. der einzige unterschied ist, dass frau müller nicht so entzückende hüte wie elisabeth trägt - und herr müller nicht über den gleichen staubtrockenen zynismus von philip verfügt.

jetzt also heiratet charles - der könig in der warteschleife am himmel über windsor - seine camilla. sie ist - als neue princess of wales - den engländern - zumal den royalisten - ein dorn im auge. dabei verfügt sie, wie man hört, über einen bodenständigen humor und zieht wald und heide den steifen londoner dinnerparties vor. sie reitet auf die fuchjagd - na, ja ... das sollte sie vielleicht nicht mehr so häufig tun - und jätet und buddelt in ihrem garten. am liebsten - so erzählt man - trage sie gummistiefel.

auch charles liebt die natur, ansonsten wirkt er manchmal ein wenig gehemmt. aber linkische seelen suchen ja manchmal trost in wald und wiesen. man sagt, er habe fürchterlich unter der strenge seines vaters gelitten, der unter einer rauen schale ein raues herz verbirgt. auch dass seine mutter ihn seit so vielen jahren vom thron fern hält, macht ihn nicht glücklicher. in manchen stunden seines lebens fragte er sich sogar, ob er den sinn und das glück seines lebens verfehlt haben könnte.

das sind so die sorgen der gekrönten und noch nicht gekrönten häupter!

mindestens einmal aber war ihm das glück gewogen - wenigstens schien es so. 1970 lernte er camilla kennen. sie war kein kind von traurigkeit, hatte überhaupt keinen respekt vor dem linkischen prinzen - und verdrehte ihm sogleich den kopf. alles hätte gut werden können, denn beide waren schon bald ein liebespaar und unzertrennlich.

das glück war fast auf ihrer seite - hätte es nicht die königin gegeben, die irgendwann ein machtwort sprach. camilla durfte nicht die frau von charles werden, da niemand dafür garantieren konnte, dass sie als  jungfrau in die ehe ging  - erst recht nicht charles.

und unberührt musste die braut des thronfolgers sein - so streng waren damals die sitten. also fügten sich beide schliesslich in ihr schicksal. camilla heiratete einen offizier und charles gab - wir wissen es hinlänglich - diana das zerknirschte ja-wort.

kein happy-end für charles und camilla.

oder doch?

beide dachten gar nicht daran, ihre beziehung zu lösen. sie waren - so schrieb es einmal eine camilla-biografin - „animalisch“ voneinander angezogen. und wo das fleisch unter allen umständen will, ist der geist gänzlich schwach.

sie liebten sich aber auch deswegen immer weiter, weil beide den gleichen trockenen humor haben, beide die natur (und die fuchsjagden) mögen und charles in camilla einen verständnisvollen ratgeber fand, wie es die so viel jüngere diana nie sein konnte.

diana - unerfahren und neurotisch - wollte beschützt und bewundert werden. da blieb für charles wenig platz, der sich doch ebenso sehr nach liebe und zuneigung sehnte. das alles holte er sich bei camilla, wenn sie sich heimlich irgendwo in england trafen. man führte eine ehe zu dritt, in der es - wie diana einmal sagte - ziemlich eng war.

nun, gut! die geschichte ist bekannt und muss hier nicht noch einmal erzählt werden. erstaunlich ist allerdings, dass die liebe zwischen charles und camilla 35 jahre gehalten hat. camilla blieb die frau seines herzens. alles andere, was charles tat - oder tun musste - war königliche räson, in der zuneigung nur eine untergeordnete rolle spielte.

eine solche unverbrüchliche liebe verlangt respekt. die ehe, die jetzt vollzogen wird, ist ganz gewiss eine verbeugung des prinzen vor einer frau, die in den schlimmsten und schwierigsten zeiten zu ihm gehalten hat. sie war es, die er immer gewollt hat - mochte auch sein vater an diana schreiben, wie sehr er seine schwiegertochter verehrte und camilla verachtete. weil sie seinem herzen immer am nächsten stand, wollte charles sie endlich aus der entwürdigenden rolle einer "mätresse" befreien  - alles andere wäre auch tiefstes 19. jahrhundert gewesen.

eine so kameradschaftliche liebe ist selbstverständlich nicht das, was paparazzis schätzen - sie ist nicht "jetset" und nicht "skandalös", sondern eher ein wenig bieder altbacken - gibt also wenig her für klatsch und sensationen.

das mag zu dianas lebzeiten anders gewesen sein. heute aber, wo alle geheimnistuerei von den beiden gewichen ist, sind sie fast so wie herr und frau müller von nebenan ...

... die händchenhaltend vorm fernseher sitzen, wenn gerade ein tatort läuft. das animalische muss eben warten!

herzlichen glückwunsch zur vermählung!


wie die beiden ihre liebe der königin gestanden, erfahren wir (insider-wissen!) im übrigen auf dieser homepage (KLICK! ins bild):






(430)


die künstlergemeinschaft „brücke“, 1905 in dresden gegründet, wird zu ihrem 100. geburtstag mit einer ganzen reihe von ausstellungen im in- und ausland gewürdigt.

die maler führten - revolutionär für ihre zeit - völlig neue akzente in die bildende kunst ein. sie schlossen sich 1905 in dresden zusammen, verlegten 1911 ihren arbeitsschwerpunkt nach berlin, und gingen - zwei jahre später - auseinander. zu dieser zeit waren sie bereits über deutschlands grenzen hinaus viel beachtet und ihre bilder äusserst gefragt. die werke der „brücke“ gehören zum bedeutendsten, was die malerei des 20. jahrhunderts in deutschland hervor gebracht hat.

die gründer der künstlergemeinschaft waren ernst ludwig kirchner, fritz bleyel, karl schmidt-rottluff und erich heckel. ihr programm lautete, dass die kunst radikal von der enge und den muffigen auffassungen bürgerlicher traditionen befreit werden müsse. schon bald fühlten sich weitere bedeutende maler wie max pechstein, otto mueller und emil nolde zur „brücke“ hingezogen. mit fug und recht können wir sie alle als „die jungen wilden“ des noch jungen 20. jahrhunderts bezeichnen, die einen ganz neuen kunststil - den „expressionismus“ - schufen.

die maler der „brücke“ fühlten sich nicht länger der wirklichkeitsgetreuen wiedergabe des gesehenen verpflichtet, sondern projizierten ihre empfindungen - glück, hass, schmerz und trauer - in ihre arbeiten, weshalb die bilder ausdrucksstarke sinnbilder der menschlichen seele sind, die - auf die leinwand gebracht - bereits symbolisch, durchfühlt und interpretiert waren.

die zentralen themen der expressionisten waren die menschlichen widersprüche ihrer zeit, die sich nur notdürftig hinter wilhelminischen pomp und grossmannssucht verbargen. weit davon entfernt, nach irgendeiner harmonie zu suchen, thematisierten die maler der "brücke" den geschlechterkampf, die politische revolution, den krieg und das soziale elend. das war ihr protest gegen eine spiessig-enge bürgerliche ordnung, die es deswegen zu zertrümmern galt, weil sie den menschen nicht mehr adäquat war. in diesem sinne sind die künstler der „brücke“ sendboten eines neuen zeitalters, das mit den stichworten „industrialisierung“, „individualiserung“, „klassengegensatz“ „kampf um ressourcen“ und „gottesferne“ nur unzureichend beschrieben ist.

zum 100. jahrestag der „brücke“ bereiten madrid, essen, hamburg, bremen, duisburg und halle ausstellungen vor. die bedeutendste aber wird in berlin unter dem titel „brücke und berlin, 100 jahre expressionismus“ zu sehen sein. 400 expressionistische werke spiegeln ab dem 8. juni 2005  in der „neuen nationalgalerie“ das schaffen dieser bedeutendsten künstlergemeinschaft, die deutschland je hervor gebracht hat.

im nationalsozialimus wurden die bilder der „brücke“ zur entarteten kunst erklärt und aus den museen verbannt. einige gerieten danach in den internationalen kunsthandel, andere verschwanden spurlos oder wurden zerstört. heute erreichen die (geretteten) bilder auf auktionen in aller welt hohe und höchste preise.

mit einem KLICK! ins bild (ein holzschnitt von erich heckel) geht es zu einer homepage, auf der - mitsamt einer chronologie - die wichtigsten künstler der „künstlergemeinschaft brücke“ vorgestellt werden.





(429)


hannelore ehrich ist eine ehemalige krankenschwester und heute in rente. weil sie plötzlich viel zeit hatte, machte sie unter anderem das internet zu ihrem hobby. aufmerksam wurde ich auf ihre homepage wegen eines reiseberichts, den sie über marokko verfasst hat. von casablanca ging es nach fes, weiter nach erfoud, ourzazate, marakkesch, tafraoute und nach agadir. das alles hat sie nicht nur in worten, sondern auch mit schönen fotografien festgehalten.

ein weiteres hobby ist - neben der fotografie - die malerei. eine besonders schöne zeichnung ist ihr von essaouira gelungen. daneben aquarelliert sie und ihre jüngsten bilder zeigen, wie perfekt sie sich in dieser maltechnik inzwischen auskennt.

hannelore ehrich hat viele reisen gemacht, von denen wir auf ihrer homepage lesen können und die sie mit ihren fotografien illustriert hat. ausserdem singt sie in einem kirchenchor, arbeitet ehrenamtlich in der altenhilfe, leitet einen computer-club für senioren und häkelt in ihrer freien zeit.

viele stunden aber sitzt sie - wie sie selbst schreibt - an ihrem computer und hält den kontakt zu ihren internet-freunden in deutschland.

sie schreibt auf ihrer homepage, dass sich ihr leben durch das internet stark verändert habe und sie heute immer daran denkt, welche aktivitäten auch ihrer seite im netz zu gute kommen könnten. einen besuch mit der digitalkamera in den zoo - um nur ein bespiel zu nennen - plant sie gleich im hinblick auf ihre homepage, wo die bilder ihres ausflugs schon wenig später zu finden sind.

ich habe hannelore ehrich mit einem "ehren-award" ausgezeichnet. er ist der vierte, den ich verleihe:


mit einem KLICK! auf das schöne aquarell einer schottischen landschaft von hannelore ehrich geht es zu ihrer vielseitigen homepage, die hoffentlich auch anderen älteren menschen mut macht, ähnliches zu versuchen:






(428)


als schüler hatten wir eine stammkneipe. sie lag in einer der „gruben“, die zum hafen hinunter führen. dort trafen wir uns alle - bis wir das abitur machten und uns in alle winde zerstreuten. die kneipe - ich weiss es noch - hiess „IF“ und ihre besitzerin ILLE. sie hatte einen faible für „abiturienten in spe“ - aber nicht für mich. hinter der bar beschäftigte sie eine ältere frau (margot), die aber  - nach heutiger perspektive - kaum älter als 40 gewesen sein wird.

ILLE kam immer erst sehr spät in ihre kneipe - wenn sie ihre kopfschmerzen der vergangenen nacht auskuriert hatte. margot hingegen hatte dafür zu sorgen, dass die kneipe um 19 uhr geöffnet wurde.

ich weiss nicht mehr, wie oft ich dort war - bis es auch mich eines tages in die welt hinaus trieb. wenn ich aber damals ins IF ging, dann immer um 19 uhr. denn zu dieser zeit zündete margot den grossen kanonenofen an, der die kneipe beheizte - wenigstens war das im winter so, ansonsten mögen mir die leser die trübung meiner erinnerungen verzeihen.

die hitze des kanonenofens nutzte margot, um frikadellen zu braten. die gab es um 19.30 uhr und waren das köstlichste, was ich je gegessen habe: flach wie ein handteller, kross gebraten und von einem unbeschreiblichen geschmack!

margot schob mir noch einen topf senf hin und ich ass (für eine deutsche mark das stück) die frikadellen, an die ich mich bis heute erinnere ...

... immer dann vor allem, wenn ich selbst einmal frikadellen brate. ein geheimnis von margot, warum ihre frikadellen so kross wurden und so unvergleichlich schmeckten, habe ich inzwischen - auf meine art - gelöst:

zum rinderhack gebe ich (wie jeder sonst auch!) rohe eier, knoblauch, salz, pfeffer und ein eingeweichtes brötchen - knete alles gut durch und gebe (und nun kommt es!) zum schluss zum teig einen schuss olivenöl (neutrales öl tut es aber auch!). das macht den teig fest und geschmeidig. ich kann ihn anschliessend in der pfanne - in die ich zuvor reichlich neutrales öl gegeben habe - sehr flach drücken und kross ausbraten ...

... so wie es margot tat - damals im IF. wenn ILLE - wieder gepudert und einigermassen genesen von der vergangenen nacht - in ihrer kneipe erschien, war ich schon wieder fort. aber an mir fand sie ja auch keinen gefallen. das war schade. aber irgendwie war es bei margot und ihren frikadellen sowieso gemütlicher!

heute hingegen geht alles viel prosaischer zu - und ohne kanonenofen! wie zum beispiel bei dieter hein. aber, ob das, was er kocht, auch so gut schmeckt wie bei margot - damals im IF?




KLICK!




(427)


eine freundin in korea - oder im kongo - in holland - oder in ungarn? herzlichen glückwunsch. im zeitalter der globalisierung überschreitet sogar die liebe landesgrenzen. aber einmal im ernst: wie unterhalten wir uns mit unserer freundin? noch anders gefragt: wie gestehen wir ihr unsere liebe? und wenn wir es gar mit einem lied tun wollen - sind wir alle als komponisten geboren (noch dazu in einer fremden sprache)?

jetzt aber naht hilfe aus dem internet! ich habe für alle frischverliebten einen "liebeslied-generator" entdeckt, der in vielen verschiedenen sprachen doch immer nur von dem einen spricht - der liebe nämlich. aus einer liste mit vielen sprachen müssen wir nur die gewünschte mit einem mausklick auf ein notenblatt ziehen und schon können wir uns "unser" liebeslied anhören. wir dürfen es sogar unserer liebsten gleich verschicken - nach korea, in den kongo oder sonst wo hin!

mit einem KLICK! ins notenblatt geht es zum "liebeslied-generator". viel spass!