****komm
mit!*
rief*******die möve** *ich zeige dir
***
eine insel im weiten ozean**
** so klitzeklein
*** wie eine
muschel**dort*gibt**es**sehr
viel**zu* *entdecken!****
KREUZ UND QUER!
*sechs neue notizen im april
2005*
Kritik, anmerkungen,
ergänzungen zu meinen notizen? hier
kannst du es aufschreiben - mit einem
"KLICK!" auf:
_________________________
(438)
just in dem moment, wo ich mir so viel mühe gebe, einige beiträge
zu "Jocims kleiner kochschule" zu schreiben, wird das ganze von anderer seite
aus dem internet kontrakariert.
es ist wie immer: in der schule gibt es strebsame schüler und solche,
die alles, was der lehrer sagt, in den wind pfeifen. früher bekamen
sie deswegen mit dem lineal etwas auf die finger und mussten sich in die ecke
stellen - aber tut man soetwas heute noch?
diese renitenten schüler - um auf meine "kochschule" zurückzukommen
- rufen "pommes", wenn ich salzkartoffeln koche, verlangen mopsig nach einem
schnitzel, wenn ich mich an lammcarrees versuche, krakeelen "wurst mit ketchup",
wenn ich mit vielen worten die komplizierte montage einer sauce beschreibe,
und fragen mich am ende der kochstunde, wo denn die alufolie ist, in der
sie alles einpacken können, was ich gekocht habe - von wegen "doggybag"
und so!
für einen lehrer ist es nicht immer einfach, die störenfriede
ausfindig zu machen, die sich im übrigen dem lehrstoff gegenüber
vollständig immun verhalten. warum sie sich bei meinen kochstunden
- statt auf ihren hunger - auf das stören des unterrichts verlegt haben,
ahne ich, seitdem ich zufällig ihre internet-seite entdeckt habe.
natürlich! wer so präpariert zu "Jocims kleiner kochschule"
erscheint, ist 1. pappsatt, hat 2. den unterricht gar nicht mehr nötig
und 3. überhaupt kein interesse an feinen gemüsen im reis - oder
sonst einem - rand.
KLICK! ins bild für die "störenfriede" der guten küche!
(437)
von den saucen
zu einem braten gehört selbstverständlich eine schmackhafte
sauce. nachdem wir das fleisch zur seite gelegt haben (siehe dazu die tipps für braten), stellen wir die pfanne, in der wir
es gebraten haben, auf den herd, geben ein wenig wasser hinein und erhitzen
den bratensaft. wenn er kocht, können wir den bratensatz recht einfach
aus der pfanne lösen, der dem fond geschmack und farbe gibt.
anschliessend stellen wir einen topf bereit, in den wir den fond aus
der pfanne giessen. wer mag, passiert den bratensaft. dazu nehmen wir ein
sieb, hängen es in den topf und geben dort hinein den inhalt der pfanne
- also die inzwischen verkochten zwiebeln und alles gemüse, das wir
dem braten eventuell beigelegt haben (tomaten, karotten, lauch, paprikaschoten).
das ganze rühren wir kräftig durchs sieb, so dass es sich als
fein zerkleinerte masse in den bratenfond mischt, der anschliesend vielleicht
noch einmal gesalzen und gepfeffert werden muss. ich gebe auch gern FONDOR
an den bratensaft - also glutamat, das den eigengeschmack der gerichte
betont. puristen der küchenkunst werden - ich weiss es - bei diesem
tipp jedoch nur den kopf schütteln. ansonsten ist jetzt der zeitpunkt
gekommen, die sauce mit allerlei weiteren gewürzen abzuschmecken -
rosmarin zum lamm, zerstossener kümmel zum schwein, paprika zum rind.
unsere mütter dickten die sauce mit mehl an, das sie zuvor mit kaltem
wasser vermischt hatten. ich nehme - wenn überhaupt nötig - stattdessen
„mondamin“, muss die sauce in jedem fall aber anschliessend noch einmal
aufkochen. im übrigen sorgt meistens schon das zerkleinerte gemüse
für die nötige dickflüssigkeit - oder wir reduzieren auf
höchster flamme die sauce so lange, bis sie die richtige konsistenz
hat. eine andere, beliebte (und kalorienreiche) methode, saucen anzudicken,
besteht darin, eiskalte butterflocken unter den fond zu ziehen.
bei magerem fleisch - zum beispiel rind - empfiehlt es sich, die sauce
mit sahne, besser noch: creme fraiche zu verfeinern. sie wird einfach mit
dem schneebesen in den bratenfond gemischt. bei schweinefleisch, zumal
wenn es eine fettkruste hat, sollten wir allerdings auf sahne verzichten
- mehr noch: in diesem falle ist es wahrscheinlich nötig, den bratenfond
von überschüssigem fett zu befreien. kleinere mengen können
wir mit papiertüchern von der oberfläche des fonds aufsaugen,
grössere werden mit einem flachen löffel abgeschöpft, denn
nichts ist schlimmer, als wenn später der braten im fett schwimmt.
allerdings erinnere ich mich an sonntägliche mahlzeiten auf dem
lande, wo es geradezu sitte war, einen schweinebraten in einer schweren,
fettigen sauce zu servieren - was nur vor dem hintergrund zu verstehen
ist, dass früher in der landwirtschaft schwere körperliche - und
damit kalorienzehrende - arbeit an der tagesordnung war.
(436)
diese notiz widme ich NUBIRA!
selten war ich so begeistert! haltet euch im sessel fest, schnallt
euch - von mir aus - darin an, stülpt euch den kopfhörer über
die ohren, nehmt ein paar kreislauf-tropfen, damit euch nicht schwindelig
wird ... und dann? - ähnlichkeiten mit webmastern sind
rein zufällig! -
geniesst es einfach: mit einem KLICK! ins bild.
(435)
ich gebe es zu: so recht begriffen, um was es in dem neuen hollywood-film
"SAHARA" geht, habe ich nicht. von irgend einem schatz ist die rede
und von dunklen mächten in westafrika. ich glaube fast: dieser film
knüpft an die amerikanische mentalität an, die sich zur zeit
nicht unbedingt positives aus der wüste erhofft - eher das gegenteil:
mordende horden, die ihre schöne demokratie - von unten - kaputt
machen wollen.
dazu kann ich nur sagen: wer ohne wasser in die wüste geht,
kommt gelegentlich darin um.
die homepage zum film "SAHARA" ist wieder einmal flash-animiert
- also das total neueste, was das internet zu bieten hat. was wären
wir eigentlich ohne "flash"? wir sehen einige bezaubernde liebesszenen,
sitzen dabei, wenn sich autos in der wüste ein staubiges rennen liefern
(das waren schon immer total irre szenen!), ahnen, dass auch ausserirdische
ihre finger im spiel haben - und wissen am ende, dass der film wohl nichts
von dem erklärt, was die faszination SAHARA ausmacht.
muss er ja auch nicht! FLASH reicht doch!
KLICK! ins bild für den film
(434)
was nützt „Jocims kleine kochecke“, wenn wir das "kleine
ein mal eins" des kochens nicht beherrschen? deswegen habe ich eine neue
rubrikeingerichtet: „Jocims kleine
kochschule“. darin werde ich von zeit zu zeit einige tricks und
kniffe aufschreiben, die zum gelingen meiner rezepte beitragen können.
den anfang machen in den nächsten tagen die notizen "von den braten",
"von den saucen", "von den gemüsen" und "von der weissen sauce". weitere
notizen folgen.
von den braten
die zubereitung eines bratens ist im grunde eine einfache sache,
wenn wir einige grundsätze beherzigen. es sei dahin gestellt, ob
es notwendig ist, ein stück fleisch anzubraten, bevor es in die röhre
kommt. ich tue es in der regel nicht, muss deswegen aber den ofen auf
reichlich 200 grad erhitzen.
das wichtigste beim braten ist ein geeignetes kochgeschirr. ich
benutze schon seit langem eine gusseiserne pfanne, von der ich den (hölzernen)
stiel geschraubt habe. so eine pfanne speichert die hitze besonders
gut und gibt sie gleichmässig wieder ab. sie liefert im übrigen
- je länger wir sie benutzen - immer bessere ergebnisse.
dort hinein gebe ich neutrales öl (z.b. maizola) und lege
das rohe stück fleisch (lamm, schwein, rind) dazu, das ich zuvor
nicht zu knapp gesalzen und gepfeffert habe. um das fleisch herum kommen
klein geschnittene zwiebeln und - wer mag - gehackte knoblauchzehen.
das ist - fürs erste - schon alles. wenn der ofen seine hitze
erreicht hat, schiebe ich die pfanne auf den mittleren rost. nach etwa
20 minuten beginnen das fleisch und die zwiebeln im fett zu braten. sobald
die zwiebeln farbe annehmen (also braun werden), lösche ich den braten
mit wasser ab, das sich in der gusseisernen pfanne sofort erhitzt. ich
kann auch einen teil der flüssigkeit durch geviertelte tomaten ersetzen
- oder giesse weiss- oder rotwein dazu. jetzt ist es im übrigen zeit,
den ofen auf 180 grad herunter zu schalten
nach etwa einer halben stunde wird die flüssigkeit fast verdampft
sein. ich giesse deswegen den braten noch einmal mit kaltem wasser an
- jetzt aber weniger, damit der fond, den ich später für die
sauce benötige, nicht zu sehr verdünnt. übrigens: das wasser
können wir getrost über das fleisch giessen - das macht es saftiger.
die bratzeit hängt vom fleisch ab. schwein und lamm benötigen
etwa 60, rindfleisch 90 minuten. wir können das überprüfen,
indem wir mit einem zahnstocher ins fleisch stechen. gibt es nach, ist
der braten fertig.
der braten sollte anschliessend unbedingt für eine weile
ruhen, damit sich der saft setzen kann. entweder legen wir ihn in den
- ausgeschalteten - ofen, oder schlagen ihn in aluminumfolie ein. nach
zwanzig minuten kann er aufgeschnitten werden - aber bitte nie parallel
zur faser, das würde den bratensaft auslaufen lassen und somit das
fleisch austrocken.
als nächstes geht es an das zubereiten einer sauce. davon
ein anders mal mehr!
(433)
wie ist das eigentlich? begrüsst du deine kollegin
morgens im büro mit handkuss? sagst du ihr, wie bezaubernd sie
wieder aussieht? achtest du darauf, in der teepause die tasse so zu
halten, dass der kleine finger weit abgepreizt ist?
wie ist das eigentlich? rückst du deiner kollegin - mittags
in der kantine - den stuhl zurecht? lässt du deiner kollegin stets
den vortritt? trägst du ihr die akten hinterher? besorgst du blumen,
um ihr herz zu erfreuen?
wie ist das eigentlich? öffnest du ihr die tür des
autos? hältst du den regenschirm, wenn es zwischen büro und
parkplatz regnet? übernimmst du - klaglos - ihre arbeiten gleich
mit? sorgst du zu ostern und weihnachten für kleine überraschungen
in form von parfum-flacons?
wie ist das eigentlich? überreichst du einer neuen kollegin
deine visitenkarte? begrüsst du sie mit dem schönen satz:
„habe die ehre - ihr diener“? entschuldigst du dich, wenn du für
einen moment das büro verlässt?
wenn du alle meine fragen mit einem „nein“ beantwortet hast,
wird es höchste zeit, dich bei der „gentleman academy“ anzumelden.
darf ich bitten? hier entlang, wenn´s recht und gestattet ist: