****komm mit!* rief*******die möwe** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
K R E U Z  UND  Q U E R!
(online seit dezember 2003)
 
*sechs neue notizen im februar/märz 2006*


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der "dialog der kulturen"
helau und alaaf!
nach marokko - nicht ohne sagrotan!
frau brunswig - und der vertrackte orient
mit dem aquarell-kasten in der sahara
hackfleisch mit lauch - kinderleicht!


(667)

das rezept, das ich hier vorstelle, kann eigentlich nicht misslingen. es ist kinderleicht und macht viele satt.

wir schneiden einige lauchstangen klein (nehmen aber mehr oder weniger nur ihr weisses ende), säubern den lauch unter kaltem wasser und schütten ihn in eine hochwandige pfanne, in die wir zuvor ein wenig neutrales öl gegeben haben. wir würzen mit pfeffer, salz und muskat (kräftig!). sodann sollte der lauch auf kleiner flamme - mit einem deckel versehen - ohne weitere wasserzugabe etwa 15 minuten in der pfanne dünsten.

danach heisst es: den deckel abzunehmen und eventuelle flüssigkeit, die aus dem lauch getreten sein könnte, auf grosser flamme verdunsten zu lassen. ist das geschehen, geben wir hackfleisch vom rind zum lauch, pfeffern und salzen noch einmal und braten den lauch und das fleisch auf grosser flamme kurz - aber kräftig durch. zum schluss heben wir creme fraiche unter, würzen noch mit einigen tropfen zitronensaft und lassen alles eine kleine weile auf niedriger flamme durchziehen.

zu diesem gericht passen salzkartoffeln besonders gut!



KLICK!



(666)

   

der astronom nikolaus benjamin richter unternahm zwei expeditionen nach libyen: die erste in den 40-er jahren, als libyen das italienische protektorat "tripoltanien" war, und die zweite in der mitte der 50-er jahre (von der die beiden fotos stammen).

die erste expedition hat er in seinem buch "UNVERGESSLICHE SAHARA" beschrieben, das 1956 im volkseigenen betrieb "f.a. brockhaus" in leipzig erschien. eines der wichtigsten ziele seiner ersten expedition war die sagenumwobene vulkanoase "wau en namus", die er als erster kartographieren konnte.

ich werde auf den bericht seiner expedition zu einem späteren zeitpunkt zurück kommen.

richter hat sein buch mit aquarellen illustriert, die er vor ort in der sahara anfertigte. er verzichtete damals auf fotografien und hielt das, was ihm wichtig schien, detailgenau mit zeichenstift und farbkasten fest.

seine vielen aquarelle dienen aber nicht nur als illustrationen seines expeditionsberichts. acht davon sind dem buch als besondere einzelblätter im anhang beigegeben, die er - immer vom selben standort aus, aber zu verschiedenen zeiten - gemalt hat. sie zeigen die wüste nicht als ödes, gleichförmiges gebilde - sondern als einen ort der farben, des lichts und der stimmungen.

hier sind die acht aquarelle von nikolaus benjamin richter (mit einem KLICK! auf den titel geht es zu den bildern):



(665)

im wald pfeift man - und was tun wir? wir hören uns beschwichtigungen an und halten uns besser fern. nein, ich muss es anders sagen: nicht der orient beschwichtigt, sondern reiseveranstalter, die den orient im programm haben ... wie z.b. frau brunswig-ibrahim. sie sagt nämlich: "alles halb so schlimm - es kommt doch nur auf die menschen an!"

diese frau hat recht. warum sie aber syrien und den libanon aus dem reiseprogramm ihres unternehmens "karawanserail" (hört sich doch echt exotisch an!) genommen hat, erzählt sie im internet auf bekannt larmoyante art und weise.

kann es sein, dass zu diesen zeiten kein mensch lust hat, in den orient zu reisen? da helfen dann selbst so "besinnliche" worte einer reiseveranstalterin nicht weiter. nein, es gibt keinen grund, zur zeit ín den nahen osten zu reisen. und da hat frau brunswig-ibrahim ausnahmsweise recht, auch wenn es ihr - ich ahne es - einige finanzielle kopfschmerzen bereitet. aber: es gibt ja alternativen - marokko und ägypten. wir müssen bei "karawanserail" also nur umbuchen!

KLICK!




(664)

in meiner geschichte „agadir? - unmögliche stadt!“ (sie ist HIER in ganzer länge nachzulesen) stehen die sätze:

ich habe heute im hotel über das zimmermädchen geschimpft, weil sie vergessen hat, mir frische handtücher hinzulegen. aber eigentlich bin ich sehr zufrieden mit ihr. ich gehöre nicht zu den urlaubern, die reinigungsmittel aus deutschland mit nach agadir bringen. frau neumann aus leverkusen allerdings sagte gestern beim abendessen:

„jetzt habe ich erst einmal die wanne in unserem badezimmer richtig geschrubbt. da können die marokkaner mal sehen, was sauberkeit ist.“

ich hätte mich fast am kous-kous verschluckt.

das ist selbstverständlich eine satire - auch wenn gewisse ähnlichkeiten zum tatsächlichen touristenverhalten in marokko durchaus beabsichtigt sind. wie habe ich mich daher gefreut, als ich jetzt in einem einschlägigen forum zu marokko im internet folgende handlungssanweisung lesen konnte:

... Es gibt von "Sagrotan" einzeln verpackte Tüchlein zur Desinfektion (z.B. der Toilette), und außerdem kann man sich ein kleines Plastikfläschchen mit Scheuermilch od.ä. und einen Lappen + Einweg-Handschuhe (die wiegen fast nichts) mitnehmen, um die Örtlichkeiten bezüglich der Sauberkeit auf die eigenen Ansprüche zu bringen. Wenn man billig reist, muss man derartige Unzulänglichkeiten unter Umständen in Kauf nehmen ...

aber (so möchte man fortfahren) absolut nicht tolerieren!

so viel fanatsie - ich gestehe es gern - hatte ich nicht, als ich meine geschichte schrieb. vor allem die idee mit den einweg-handschuhen finde ich fazinierend. es fehlen in der aufzählung eigentlich nur noch die knieschützer, um - auf allen vieren - die fliesen des fussbodens gründlich zu schrubben. wer dann noch zeit hat, putzt auch gleich die fensterscheiben seines zimmers und bürstet den staub vom teppich.

mit anderen worten: so viel satire gibt es gar nicht, um von der realität nicht doch noch überholt zu werden.


p.s. soeben las ich noch eine anfrage im besagten forum. da gerade allerorten fasching ist, möchte ich sie meinen lesern nicht vorenthalten:

muss man in marokko auf irgendeiner landstraße bzw daneben wo man evtl sein zelt aufschlägt auf minenfelder achten???
...und angenommen mein zelt ist in militärfarben und mein schlafsack auch. besteht dann eine gefahr einer misinterpretation seitens der polizei? und ist die polizei im marokko stark vertreten bzw mehr als es in deutschland ist.

vielleicht hilft in diesem fall ein kräftiger sprühstoss aus der sagrotanflasche!



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(663)

immer wenn ich eine idee davon bekomme, dass der karneval auch eine satire auf politische umstände ist - und in köln erinnert vieles daran, dass es den jecken und narren vor langer zeit auch darum ging, die französische herrschaft gehörig auf die schippe zu nehmen - werde selbst ich als norddeutscher recht vergnügt. ansonsten gibt es bei mir heute nur ein kräftiges HELAU und ALAAF an alle, die - wo auch immer - in diesen tagen tüchtig feiern.

wer mehr über den karneval in köln erfahren möchte, kann ja zwischen zwei "kölsch" mal aufs bild KLICKEN!


(662)

henryk m. broder spitzt zu und hinterfragt, was manchmal nur als phrase daher kommt: der "dialog der kulturen". gemeint ist das gespräch zwischen dem westen und dem islam - eine gegenüberstellung, die an sich schon vollständig absurd ist: dort religion und hier das gesamt von demokratisch legitimierten gesellschaften und ihrer kultur. das kann nur einen ganz und gar schiefen dialog ergeben.

ich habe broders anmerkungen so gelesen, dass er - an mancher stelle durchaus polemisch - nach der bereitschaft der islamischen gesellschaften fragt, mit dem westen ein wirklich faires gespräch zu führen - wozu dann auch selbstkritik gehört und das in frage stellen mancher positionen und auffassungen (hier wie dort).

genauso unangebracht wie der "philo-semitismus" wäre ein "philo-islamismus". verständnis muss auf beiden seiten wachsen, wozu es unbedingt notwendig ist, das gespräch im rahmen des universellen menschenrechts zu führen. so unerträglich die mohammed-karikaturen sind - es ist verabscheuungswürdig, wenn in islamischen ländern menschen wegen vergleichsweise geringer (oder nach unserem verständnis überhaupt keiner) vergehen gesteinigt oder gar getötet werden.

die gedanken von henryk m. broder, die in manchen zirkeln des internets  mit der bemerkung abgetan werden, dass broder ja ein jude sei (und wenn schon - was will man ihm denn da ans zeug flicken?) sind hier nachzulesen:


DIALOG? NEIN, DANKE!