****komm mit!* rief*******die möwe** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
K R E U Z  UND  Q U E R!
(online seit dezember 2003)
*sechs neue notizen im januar 2006*


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wohin die nächste reise gehen soll
kein wort mehr von gänsekeulen - versprochen!
die magie des augenblicks (silvester 2005)
kurze winter - lange kriege
caspar, balthasar und melchior
das "geschichts-portal" ist online!



(619)

das "geschichts-portal" meiner homepage ist online. es versammelt (jeweils als link) alle geschichtsnotizen, die ich bei KREUZ und QUER geschrieben habe und noch schreiben werde. in einem weiteren schritt werden dort auch neue, eigenständige aufsätze abrufbar sein, die ich ganz gezielt für das "geschichts-portal" schreibe. den anfang macht - in den nächsten tagen - das leben des erzherzogs ludwig salvator!

KLICK! hier für das "geschichts-portal"!




(618)

das fest der heiligen drei könige am 6. januar beschliesst den weihnachtlichen kreis. im protestantischen norden spielt dieser tag keine besondere rolle - wohl aber im katholischen süden. bereits im vergangenen jahr habe ich eine kleine betrachtung zu den drei königen ins internet gestellt. vielleicht ist heute der richtige zeitpunkt, daran zu erinnern. mit einem KLICK! ins bild geht es direkt dorthin:






(617)

wir sind in den letzten sechzig jahren vom krieg verschont geblieben. womöglich hat sich der gedanke in unseren köpfen festgesetzt, dass es kriege gar nicht mehr geben wird.

unsere grosseltern und eltern waren jedoch nicht die letzten, die kriege - so unvorstellbar grausam, dass jedes nachdenken darüber in ein höllenfeuer des schreckens und der resignation führt - erlebt haben.

die völker europas haben aus zwei weltkriegen gelernt: es darf keinen krieg mehr geben. dennoch erleben wir, dass dieser wille nicht ausreicht, um kriege zu verhindern.

kriege sind die schreckliche „ultima ratio“ und der alltägliche schrecken der menschen ...

... so war es immer.

vor gar nicht langer zeit - wenn schnee und eis die soldaten zur untätigkeit zwangen - senkte sich ein kalter friede über die welt. sobald aber der frühling kam, überfiel, brandschatzte und plünderte diese soldateska länder und landschaften. sie tötete männer, vergewaltigte frauen, raubte kinder, plünderte kornkammern, trieb das vieh fort und liess verbrannte erde zurück.

alles - oder doch fast alles - was wir heute als touristen in nordafrika, dem nahen osten und an vielen anderen orten der welt staunend betrachten, ist in wahrheit ein mahnmal sinnloser zerstörungswut - aber auch ein zeugnis des immer währenden versuchs von menschen, sich dagegen zu schützen ...


der essay "kurze winter - lange kriege" jetzt in voller länge auf meiner homepage. KLICK! einfach ins bild:







(616)


erinnert ihr euch noch an den einen oder anderen der vielen guten vorsätze für 2006? noch einen schimmer, was ihr euch fürs neue jahr gewünscht habt, als die zeiger der uhren auf 12 sprangen? oder hat euch das neue jahr schon fest im griff?

ertrank am ende vieleicht alles in sekt und champagner, so dass der 1. januar - augenreibend aufgewacht - auch nicht viel anders aussah als alle tage zuvor?

ich gebe zu: ich nehme ungern von einem "alten" jahr abschied, das mich freundlich (und mit hinweisen, wie schwierigkeiten doch noch zu meistern sind) durch die monate begleitete. aber, was soll´s? das jahr ist vorbei ...

wenn wir unsere wünsche nicht zu gross werden lassen, wird auch das neue jahr so freundlich wie das alte sein. wer aber im alten jahr allzu viel schwieriges oder gar trauriges erlebte, wird das neue jahr umso mehr begrüssen.

dem moment, wo das alte vergeht und das neue beginnt, liegt ein grosser zauber inne. lassen wir uns also noch einmal entführen in die magie des augenblicks, der unsere wünsche und hoffnungen nicht von sich weist, sondern gelingen in aussicht stellt - wenn auch nichts verspricht (KLICK!):








(615)


„soll ich mir eine gänsevergiftung holen?“ fragte mein neffe fredi, als ich ihm am weihnachtstag eine gänsekeule briet - nachdem ich ihm heiligabend schon eine in aspik serviert hatte.

ich gebe zu: ich habe an den feiertagen vielleicht zu oft nach gänsekeulen gegriffen ...

... neujahr gab es sie schon wieder    - dieses mal mit grünkohl.

als das fredi hörte, meinte er nur: „gott sei dank gib es noch einen mac donald!“ er kam dann aber doch zum mittagessen: „nur wegen des grünkohls - damit du es weisst!“

den grünkohl hatte ich - ausnahmsweise - fix und fertig beim metzger besorgt. ich konnte mich also ausschliesslich um die gänsekeulen kümmern. eine komplette gans kommt bei mir übrigens nicht in den ofen. zum einen, weil fredi und ich sie gar nicht aufessen könnten, zum anderen, weil das eine arg aufwändige und fettige angelegenheit ist.

mit den gänsekeulen haben wir es einfacher: pro person kommt eine in den ofen!

die vorbereitung ist denkbar einfach. ich lege die keulen in eine gusseiserne pfanne und steche mit einer gabel (besser noch: zahnstochern) mehrmals in die haut. dadurch kann beim braten das fett besser austreten - und die haut wird schön kross. anschliessend müssen die keulen nur noch gesalzen und gepfeffert werden. drum herum lege ich grob gewürfelte zwiebeln und äpfel.

das ganze kommt ohne fettzugabe in den mit 200 grad vorgeheizten backofen. nach etwa 10 minuten tritt das gänsefett aus und das zwiebel-apfel-gemisch beginnt zu braten. nach etwa 30 minuten (sobald die zwiebeln ein wenig gebräunt sind) giesse ich kaltes wasser an und reduziere gleichzeitig die hitze im ofen auf 180 grad.

die gänsekeulen sollten zwei stunden im ofen bleiben. zwischendurch müssen wir immer wieder nachschauen, ob noch genügend wasser in der pfanne ist - das ganze soll jetzt nämlich nicht mehr braten, sondern dünsten. allerdings geben wir immer nur (ich empfehle alle 20 minuten) zweifingerbreit wasser hinzu.

das gänsefleisch braucht in der tat sehr lange, bis es gar ist - zu lange für meinen neffen fredi, der nach einer stunde (die küche war inzwischen von einem wunderbaren duft nach gebratenen gänsen erfüllt) rief:

„jetzt weiss ich, warum es bei mac donalds keine gänse gibt. man würde nämlich nach fünf minuten die fritten bekommen - und erst nach schlappen 115 minuten den dazu gehörigen gänseknochen!“

„du könntest unterdessen einen salat essen!“ bemerkte ich.

„ach, was! ich nehme gleich das ganze menue - fritten, hamburger und cola - alles in einer minute und sofort auf die hand, zack, zack!“

so schnell geht es bei mir nicht. erst nach zwei stunden kommt die pfanne mit den fertig gebratenen gänsekeulen aus dem ofen. nachdem ich die keulen beiseite gestellt habe, schöpfe ich aus der pfanne alles gänsefett (manchmal bewahre ich es im kühlschrank auf - für einen leckeren brotaufstrich. dann sollten wir aber das gänsefett mit schweineschmalz mischen - sonst bleibt es zu dünnflüssig).

vielleicht muss ich den fond aus zwiebeln und äpfeln noch ein wenig mit wasser angiessen - möglicherweise auch noch nachwürzen und mit einem saucenbinder andicken. wer mag, gibt zum schluss noch einen kräftigen schuss calvados dazu. ich verzichtete allerdings auf diese raffinesse - eingedenk der zurück liegenden feucht-fröhlichen silvester-nacht.

wie gesagt: bei mir gab es die gänsekeulen mit grünkohl und salzkartoffeln. dazu schmeckt aber auch ein kartoffelkloss. wenn wir in der letzten halben stunde noch einige grössere apfelstücke mitdünsten lassen, können wir eine gemüsebeilage (rotkohl, grünkohl, rosenkohl) getrost weglassen. die äpfel sollten wir jedoch vor dem servieren noch mit zimt überstäuben.

als fredi aufgegessen hatte, meinte er: „wie schön, dass es neben den schlimmen, lebensgefährlichen vergiftungen auch die risikolosen, gutschmeckenden gibt!“ und leckte sich die lippen.

von mac donald sprach er an diesem neujahrstag nicht mehr - und ich werde bis zum nächsten weihnachtsfest nichts mehr von gänsekeulen schreiben. versprochen!



KLICK! ins bild für meine rezepte-sammlung!




(614)


das neue jahr ist erst wenige stunden alt - aber einige pläne habe ich doch schon gemacht. alles natürlich unter dem vorbehalt, dass mir das schicksal auch 2006 gewogen bleibt.

es gibt eingänge - in häuser und gärten - die voller geheimnisse sind und unsere neugier wecken. dies ist so einer:



wohin führt diese treppe - in ein zauberreich angefüllt mit blumen und pflanzen? ich verrate nur so viel, dass elisabeth, die kaiserin von österreich, diese treppe viele male hinauf gestiegen ist. also folgen wir ihr doch einmal unbemerkt und schauen selbst, was sich weiter oben verbirgt:



das ist nun gar zu schön und viel zu entzückend, um nicht inne zu halten und zu staunen. wir können sogar in das haus hinein gehen. vielleicht werden wir noch einiges von dem wieder finden, was elisabeth hier schuf - in ihrem refugium, das sie sich baute, um der starren wiener hofetikette zu entfliehen und ihre schwermütige seele mit der heiterkeit des südens zu erfüllen.

sie nannte ihr schloss "achilleon" - weil sie sich mit dem griechischen gott achill verwandt fühlte. es wird schon so gewesen sein, dass sie hier ihre glücklichsten tage verbrachte - auch als die heiterkeit ihrer frühen lebenjahre längst der melancholie platz gemacht hatte. ruhelos wurde sie und unstet - aber das "achilleon" auf korfu blieb eine erfrischend klare quelle für ihre gequälte seele.

im mai werde ich selbst die stufen zum "achilleon" hinauf steigen und will gern vergessen, wer nach elisabeth hier einzog: wilhelm, der letzte deutsche kaiser. wenn dieser ort ihn allerdings milde stimmte und er hier das militär, die flotte und seine bösen vettern in england vergessen konnte, sei es ihm gern gegönnt,  freundliche tage unter einem grossen griechischen himmel genossen zu haben.

mit einem KLICK! aufs "achilleon" geht es zu einer informativen korfu-seite im internet!


p.s. ich habe "radio tanger" wieder auf meine homepage gestellt. mit einem KLICK! geht es zum programm (mit viel musik) dieses marokkanischen senders!