****komm mit!* rief*******die möwe** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
K R E U Z  UND  Q U E R!
(online seit dezember 2003)
*sechs neue notizen im januar 2006*


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brigitte und jürgen reisen - und spammen!
pasta - basta!
spare ribs
wie geht es eigentlich nicole - in australien?
wenn wölfe miteinander spielen!
durchs "wilde" kurdistan

(631)

als ich 1998 eine rundreise durch die türkei unternahm, kam ich bis nach urfa - eine stadt in der nähe der syrischen grenze und schon mitten im siedlungsgebiet der kurden. die reise dorthin war nur möglich, weil es damals zwischen dem türkischen staat und den kurden soetwas wie einen waffenstillstand gab. wir mussten also nicht damit rechnen, in irgendwelche militärischen auseinandersetzungen zu geraten. das ganze war allerdings ein brüchiger friede und unseren reiseleitern konnte ich die erleichterung anmerken, als wir urfa - und den in der nähe liegenden berg nemrut mit seinen kolossalen statuen - wieder verliessen.

später erfuhr ich, dass diese fahrt ins kurdische gebiet erst 1998 - also just in dem jahr, als ich sie unternahm - ins reiseprogramm des türkischen veranstalters aufgenommen worden war. zu unserer sicherheit fuhren wir mit zwei bussen im konvoi - wenn sich unsere fahrer in den unbekannten und unübersichtlichen kurdischen städten verfuhren, machte sich nervosität breit. die reiseleiter achteten im übrigen darauf, dass die busse nahe beieinander blieben - auch rastplätze wurden nur nach vorheriger absprache gemeinsam angefahren.

es wäre bestimmt besser gewesen, wenn uns die türkischen reiseleiter über die problematik einer fahrt durchs kurdische gebiet aufgeklärt hätten. da sie aber eine touristengruppe führten, von der sie meinten, dass sie nicht mit innertürkischen querelen behelligt werden wollte, unterblieben diese notwendigen informationen.

die politischen probleme reichen indes weit über den regionalen konflikt zwischen kurden und türken hinaus, wobei ich - aber das sei nur am rande vermerkt - nie das gefühl hatte, durch ein „wildes kurdistan“ gereist zu sein, so wie es karl may beschreibt. er hatte, als er auf solche weise das land charakterisierte, wohl auch nur die landschaft im sinn. viel „wilder“ jedoch sind die blutigen konflikte, die weit in die vergangenheit zurück reichen und die region bis heute zu einem gefährlichen pulverfass machen ...

mit einem KLICK! ins bild geht es zum ganzen aufsatz:





(630)

vier wölfen war es langweilig in ihrem käfig. nachdem man sie in der freien wildbahn gefangen hatte, litten sie keine not, hatten immer zu fressen und sehnten sich nach einer freiheit, die sie allerdings, je länger sie eingesperrt waren, immer mehr vergassen.

mir ist langweilig, meinte einer der wölfe. mir auch, stimmte der zweite zu. das höre ich von euch alle tage, sagte der dritte. wir können etwas spielen, das uns die zeit vertreibt, schlug der vierte vor.

was denn? fragten die drei wölfe.

wir spielen "totbeissen", antwortete der vierte wolf.

das ist fein! riefen die drei wölfe. lasst uns gleich anfangen.

sie spielten - das war schade, denn so bekam am ende keiner von ihnen mit, dass der wärter vergessen hatte, die tür zum käfig zu schliessen.




KLICK!


 
(629)

was macht eigentlich nicole? zur erinnerung: nicole ist im sommer 2004 zu einer weltreise aufgebrochen, für die sie drei jahre veranschlagt hat (ich habe darüber berichtet!). die erste station war indien - dann ging es weiter nach thailand. dort geriet sie weihnachten 2004 in den tsunami. glücklicherweise hatte sie schon die küste verlassen, als die katastrophe über das land herein brach. alle machten sich damals grosse sorgen um nicole. endlich kam ein lebenszeichen von ihr via internet - und mich erreichte ausserdem eine mail.

ihre weltreise dokumentiert sie laufend und aktuell im internet, so dass ihre eltern und freunde zu jeder zeit wissen, wo sie ist. jetzt hat sie australien erreicht und ihre weltreise scheint eine überraschende wende zu nehmen.

nichts ist zufälliger als die liebe. wo sie aber einschlägt, verändert sie manchmal die wege der menschen. so ähnlich ist es wohl auch nicole ergangen. sie hat in australien einen mann kennengelernt und beschlossen, mit ihm zusammen zu leben und zu arbeiten. er ist in der weiterbildung und an computern tätig - und nicole hilft ihm dabei. so ist - ganz nebenbei - eine gemeinsame firma entstanden, in der nicole fest angestellt ist.

ich ahne, dass nicole recht lange in australien bleiben wird - vielleicht sogar für immer. ich bin gespannt. holt sie eines tages doch wieder das reisefieber ein? warten wir es ab!


um weihnachten herum hat sie den kontinent bereist. 7000 kilometer ging es durchs land. nicole erzählt aktuell im internet von diesem "ausflug" und stellt einige bilder dazu.




nicole und ihr australischer freund!
(mit einem KLICK! ins bild geht es zu ihrem neuesten reisebericht)



(628)

mein neffe fredi löffelte lustlos die kartoffelsuppe, die ich für ihn gekocht hatte. „wenn du dich schon zu keiner fleischeinlage entschliessen konntest, wäre wenigstens ein kleiner knochen zum knabbern ganz hübsch gewesen“, maulte er.

den knochen sollte er haben!

bevor fredi das nächste mal zum mittagessen kam, besorgte ich beim metzger eine schälrippe - also eine dicke rippe, von der das meiste fleisch entfernt worden ist. zwischen den knochen bleibt aber genügend übrig, so dass wir das ganze auf delikate weise zubereiten können.

diese schälrippen werden auch „spare ribs“ genannt und sind in amerika äusserst beliebt. mich begleiten sie seit 30 jahren. damals lebte ich in einer wohngemeinschaft. wir hatten als studenten wenig geld - aber schälrippen, die im grunde zum fleischabfall gehören, konnten wir uns hin und wieder doch leisten.

das war jedes mal ein fest ganz besonderer art, zu dem wir auch unsere freunde einluden. diese „spare ribs“ - ich sage es mit ein wenig eitelkeit - waren berühmt. vielleicht folgten aber nur deswegen so viele freunde unserer einladung, weil es zu den spare ribs auch immer tequila gab. „der gehört zu spare ribs unbedingt dazu“, meinte mein freund micha. es hat ihm niemals jemand widersprochen.

auf diesen schnaps verzichtete ich allerdings, als ich für fredi die rippchen zubereitete.

die rippen lege ich als ganzes auf einen grossen teller und salze und pfeffere sie. anschliessend werden sie mit einer süsslich abgeschmeckten, tomatigen barbecue-sauce bestrichen. wer mag, reibt sie zuvor noch mit einer knoblauchzehe ein. diese marinierten rippen lassen wir ca. eine stunde im kühlschrank stehen, damit das fleisch den geschmack der marinade annehmen kann.

den ofen schalte ich auf 180 grad. heisser sollte er nicht sein, weil sonst die gefahr besteht, dass die rippen aussen schwarz und bitter werden.

bevor sie in einer gusseisernen pfanne in den ofen kommen, beträufle ich sie noch mit ein wenig neutralem öl.

die spare ribs bleiben - ohne sie zu wenden - eine stunde im ofen. danach sind sie knusprig und das fleisch zwischen den rippen gar.

in der zwischenzeit habe ich einen grünen salat zubereitet, in den ich auch einige tomaten schneide. ausserdem stelle ich weissbrot hin.

die spare ribs werden mit den fingern gegessen. wir reissen einfach rippe um rippe vom kamm und knabbern das fleisch von den knochen. mit dem weissbrot können wir die marinade aufnehmen, die von den rippen auf den teller tropft. wir sollten allerdings nicht vergessen, genügend papierservietten bereit zu legen, um immer einmal wieder unsere finger zu säubern. auch zahnstocher sind bei diesem essen ein wichtiges utensil.

als fredi genussvoll an den spare ribs knabberte, sah er aus wie ein hase. aber ein hase ist - wir wissen es - von haus aus vegetarierer. womit wir wieder bei der kartoffelsuppe wären, mit der ich bei fredi allerdings keine ehre einlegen konnte. also war fredi doch kein hase - was war er dann?

... ein rippchen knabbernder neffe, der sich viele male die finger ableckte. und das ist doch auch ein netter anblick, oder?



KLICK für meine rezepte ins bild!



(627)

mein neffe fredi rief mich aufgeregt an: „ich habe mary zum essen eingeladen!“ ich fragte zurück: „wer ist mary?“

„meine neue freundin - aber ist das so wichtig? wenigstens kommt sie morgen zum essen!“

„ ... und du kochst für sie - was denn?“

„ich dachte an pizza!“

„gute idee, aber ein pizza-teig ist gar nicht so einfach - wenn er dünn und kross sein soll!“

„ich nehme eine tiefkühl-pizza - kein problem!“

„ich weiss nicht: doktor oetkers steinofen-pizza gibt es alle tage - bestimmt auch bei mary!“

„ich kann eben nicht so gut kochen wie du!“

„ach, fredi - stelle es dir so vor: viermal sitze ich vor einem total misslungenen essen. das fünfte mal klappts vielleicht mit dem rezept - und dann kommst du und isst mir alles vor der nase weg.“


„ich werde mich bessern!“ rief fredi. „mary wäre vielleicht auch mit cannellonis zufrieden!“

„pasta!“ rief ich. „koche mary eine pasta!“

„sage ich doch! aber keine pasta - sondern cannelloni, schockgefroren!“ korrigierte fredi mich.

„aus dem eisfach? es reicht doch, dass wir draussen eine pudelmütze aufsetzen müssen. so eine pasta ist im übrigen das einfachste von der welt!“

„aber nicht für mich!“ meinte fredi kleinlaut.

ich hörte ihm gar nicht weiter zu, sondern erklärte ihm das kinderleichte rezept:

„im supermarkt besorgst du eine tüte spaghetti oder bandnudeln, einen weichen blauschimmelkäse („bavaria blue“ oder ähnliches), einen becher süsse sahne, eine zitrone und eine tüte geriebenen parmesan. hast du alles verstanden?“

„ich schreibe bereits mit!“ hörte ich fredi sagen.

„in einem grossen topf bringst du wasser zum kochen, salzt ordentlich und gibst dort hinein die nudeln. sie müssen exakt 20 minuten kochen.“

„all dente - ich verstehe“, murmelte fredi am anderen ende der leitung.

„anschliessend schüttest du in eine zweite pfanne die süsse sahne und lässt sie aufkochen. dadurch dickt sie ein wenig an. dann kommt der weichkäse in kleinen stücken dazu. du rührst so lange, bis er sich in der sahne aufgelöst hat. anschliessend wird gesalzen und gepfeffert. ein wenig muskat wäre raffiniert - doch einige spritzer zitronensaft sollten niemals fehlen.

die sauce kommt zum schluss zu den nudeln, die zuvor im sieb abgetropft sind. über alles streust du vor dem servieren noch ordentlich parmesan-käse. das wars auch schon!“

„und wie bereite ich das entenbrust-filet zu?“

fredis frage irritierte mich.

„was für ein filet - was meinst du?“

„eine pasta braucht doch eine beilage, oder?“

„ach was! so ein nudelgericht macht allemal satt. vielleicht noch ein kleiner salat ... das reicht!“

„ich sehe schon“, rief fredi, „du willst mary und mich zu vegetariern machen! also gut - dann gibt es morgen bei mir keine pizza sondern pasta - basta!“

er legte auf - und ich stellte die entenbrust-filets, mit denen ich fredi am nächsten tag überraschen wollte, zurück ins tiefkühlfach.



KLICK!


(626)

leider spammt jürgen allerhand gästebücher im internet voll, um auf seine seite aufmerkam zu machen. ist das eigentlich nötig?

wegen spam habe ich die notiz am 20.1. 2006 gelöscht!

http://www.globetrotter-jr.de/