****komm mit!* rief*******die möwe** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
K R E U Z  UND  Q U E R!
(online seit dezember 2003)
*sechs neue notizen im januar 2006*


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coq au vin
pasta, rotweinsauce und küchen-katastrophen!
was dem papst die butike - ist rolf´s sein restaurant
der fischer und die schlange - eine fabel
wir machen musik - in der schallplattenbar
lale, anne, marlene - und lili


(637)

eigentlich wollte ich hier etwas über marlene dietrich aufschreiben. nachdem ich vor kurzem bei KREUZ und QUER an ilse werner erinnert hatte, erschien mir das unbedingt notwendig zu sein. bei meinen recherchen im internet nahm das ganze jedoch einen ganz anderen verlauf:



ich landete nämlich bei dem lied „lili marleen“, das im zweiten weltkrieg - gesungen von lale andersen - bei deutschen soldaten zu berühmtheit gelangte und auch von marlene dietrich gesungen wurde - allerdings vor amerikanischen soldaten.

der text dieses liedes stammt von dem schriftsteller hans leip, der ihn 1915 in seinem gedichtband „die hafenorgel“ veröffentlichte. der komponist norbert schultze komponierte dazu die melodie - 1939 erschien „lili marleen“, interpretiert von lale andersen.

das lied eroberte sich einen festen platz in den herzen der deutschen soldaten. immer wieder musste „radio belgrad“, der soldatensender der wehrmacht, es spielen. man spricht davon, dass „lili marleen“ zum *schicksalslied* des zweiten weltkriegs wurde, denn nicht nur die deutschen soldaten wollten es wieder und wieder hören - auch die englischen, französischen und amerikanischen soldaten verliebten sich in die melodie, sangen sie über fronten hinweg zusammen mit den deutschen und wollten schliesslich auch den text kennen lernen. so geschah es, dass „lili marleen“ zum lied aller soldaten im zweiten weltkrieg wurde, übersetzt und gesungen in vielen sprachen.

hier das lied, aufgenommen 1939 und gesungen von lale andersen, so wie es damals von radio belgrad täglich mehrmals ausgestrahlt wurde:

"lili marleen" - gesungen von lale andersen

und hier ist die englische version von 1944, gesungen von anne shelton:

"lili marleen" - gesungen von anne shelton

um nun aber doch noch auf marlene dietrich zurückzukommen - hier ist ihre interpretation des liedes (für mich übrigens die beste):

"lili marleen" - gesungen von marlene dietrich

wer sich das lied auch noch auf finnisch, italienisch, holländisch oder ungarisch anhören möchte, KLICKT! einfach oben in die grafik!



(636)

so recht ertragen konnte ich sie eigentlich nie. zu sehr verkörperte sie - vor allem in den filmen, die in der nazi-zeit gedreht wurden - das biedere deutsche gegenbild zu den glamourösen amerikanischen filmstars - vielleicht sollte sie so etwas wie das "arische" pendant zu marlene dietrich sein. frack und zylinder, die sie im film "wir machen musik" trägt, legen das nahe.

wenn ich aber heute doch an ilse werner erinnere, dann deswegen, weil ich auf die "schallplattenbar" im internet aufmerksam machen möchte. dort warten allerhand akustische raritäten auf uns - und eben auch eine pfeifende ilse werner.

na, gut!

KLICK! ins bild - und schon bist du in der "schallplattenbar":


(635)

Es war einmal ein Fischer, der genoss das schöne Frühlingswetter in seinem kleinen Boot. Er fing nicht das Geringste, aber er freute sich über den friedlichen Tag und den leichten Wind, der das Wasser fächelte. Kein Fisch schien sich um den Köder zu kümmern. Als der Fischer ins Wasser schaute, bemerkte er eine Wasserschlange - gleich rechts neben dem Boot. Sie trug einen Frosch im Maul. Vorsichtig stieß er mit seiner Hand nach unten, packte die kleine Schlange, zog sie ins Boot und schüttelte sie so lange, bis sie den Frosch losließ.

Als der Frosch glücklich auf dem Boden des Bootes herumhüpfte und der Fischer die Schlange gerade freilassen wollte, fiel ihm ein, dass er ja unter dem Sitz noch eine Flasche mit einem erfrischenden Tröpfchen hatte. Allerdings stellte sich heraus: Die Flasche war schon ziemlich leer. Egal! Den Rest teilte er mit der Schlange und ließ sie dann wieder ins Wasser gleiten, wo sie selig davonschwamm.

Unser Fischer aber kehrte zu seinem Zeitvertreib zurück. Nach einiger Zeit bemerkte er überrascht, dass die kleine Schlange zurückkam. Zu seinem Erstaunen hatte sie diesmal nicht einen Frosch, sondern zwei Frösche im Maul.


wer sich ein wenig intensiver mit fabeln beschäftigen möchte, ist auf dieser seite (KLICK! ins bild) gut aufgehoben. übrigens: die oben stehende fabel ist nicht von aesop. ich kenne den verfasser nicht und habe den text zufällig im internet gefunden. ich verschweige nicht: die fabel hat mich ziemlich bestürzt:



(634)

zwei dinge werden mir manchmal zugerufen: „schreib das auf, rolf!“ ... und dann: „du musst ein restaurant aufmachen“. zum ersten sei gesagt: „ich werde mir weiterhin mühe geben“, zum zweiten jedoch:


KLICK! nach der curry-wurst einfach ins bild


(633)

es ist nicht lange her, dass ich dem wein in der küche den platz zuwies, der ihm zukommt: im glas, das von uns ausgetrunken sein will. die unsitte, jedes gericht mit wein abzuschmecken - ich sprach davon - sollte nun wirklich der vergangenheit angehören.

und was tue ich?

ich dachte mir unlängst ein gericht aus, das sich folgendermassen liest:

fein gehacktes rindfleisch mit parmesan-pasta in einer rotwein-scharlotten-sauce.

das hört sich gut an, oder?

die nudeln (pasta!) waren schnell gekocht. auch die sauce stellte mich nicht vor grössere probleme: in eine hochwandige pfanne kam butter, darin dünstete ich fein gewürfelte scharlotten und eine zerdrückte knoblauchzehe leicht an. ich goss den rotwein dazu, liess alles aufkochen und würzte mit rosmarin, salz, pfeffer und einer prise zucker. nachdem alles ein wenig eingekocht war, rührte ich noch ein - kaltes - stück butter in die sauce, um sie zu binden. fertig!

es fehlte nur noch das rindfleisch!

das hatte ich mir beim metzger durch den wolf drehen lassen. zu hause angekommen, schlug ich ein ei dazu, würzte mit pfeffer und salz und formte das hackfleisch zu adretten, kleinen würsten - denn als frikadelle hätte es nun wirklich nicht zu pasta und der feinen rotwein-sauce gepasst.

aber leider: das ergebnis war wieder nur eine bulette - allerdings in würstchenform.

auf meinem teller befanden sich am ende die mit parmesan bestreuten nudeln, eine delikate rotwein-sauce und - drei buletten, die sich als würstchen tarnten.

das alles passte nicht zusammen. auch wenn nudeln, sauce und frikadellen (je für sich) gut schmeckten, war das ganze doch ein geschmackliches fiasko.

dabei wäre es so einfach (aber auch viel teurer) gewesen, nicht das „gewöhnliche“ rindfleisch, sondern durchgedrehtes rinderfilet zu nehmen. mit einem ei und einem hauch fein gehackter scharlotten vermischt, hätte es - in butter gebraten - ganz bestimmt aufs schönste zu pasta, parmesan und rotwein-sauce harmoniert.

na gut! hinterher ist man immer schlauer. was mich allerdings ins grübeln brachte: welches gemüse reicht man eigentlich zu haschiertem rinderfilet mit einer parmesan-pasta „an“ (an!) rotwein-sauce?

zu buletten wenigstens passt rotkohl! das weiss ich - und das genügt mir dann auch an mindestens 350 tagen im jahr.



buletten? ... KLICK! ins bild


(632)

es ist schon eine weile her, als es mode war, alles und jedes in wein zu kochen bzw. mit wein abzuschmecken. diese unsitte hat sich gott sei dank aus unserern küchen verflüchtigt.

es gibt aber rezepte, die unbedingt mit wein gekocht werden wollen. sie haben ihren ursprung in den grossen weinanbaugebieten. wo ein guter tropfen auch in der küche schnell zur hand ist.

so ein gericht ist coq au vin - übersetzt: huhn in wein. es gibt viele arten der zubereitung. in frankreich kocht es jede hausfrau ein wenig anders - mit rotwein, ganzen zwiebeln, mit cognac flambiert, mit champignons ...

bei mir geht das rezept so:

beim geflügelhändler lasse ich mir ein hähnchen in mehrere grosse stücke zerteilen. die flügelknochen lasse ich mir ebenfalls - zerhackt  - einpacken, denn sie tragen später zum aroma bei.

die hähnchenteile werden entweder in einer grossen pfanne in butter gold gelb angebraten,  - oder wir lösen zuerst einmal die haut vom fleisch. dann erübrigt sich das anbraten.

die entweder angebratenen oder enthäuteten hähnchenteile lege ich in einen grossen topf und gebe wenige stücke lauch und viele, in scheiben geschnittene mohrrüben dazu. das ganze wird kräftig gepfeffert und gesalzen. das wichtigste kommt zum schluss: der weisswein. es sollte ein trockener riesling sein, den ich dazu giesse - hähnchen und gemüse müssen aber nicht vom wein bedeckt sein.

der topf kommt auf die kleinste flamme des herds, erhitzt sich langsam und köchelt bei geschlossenen deckel ca. eine halbe stunde vor sich hin. so vermeiden wir, dass die flüssigkeit verdampft. für die nächste halbe stunde gebe ich eine grössere menge lauch in den topf und lasse ihn mitdünsten. nach einer stunde nehme ich das huhn aus dem topf, fische die zerhackten knochen heraus, werfe sie fort und stelle die hähnchenteile warm.

es kann sein, dass die im topf verbliebene sauce noch ein wenig dünnflüssig ist. also dicke ich sie mit einem saucenbinder leicht an. zum schluss - die flüssigkeit darf nicht mehr kochen - gebe ich noch einen ordentlichen schuss wein an die sauce.

ich richte die hähnchenteile in der mitte eines tellers an, lege drum herum die möhren und den lauch und begiesse alles mit der weissweinsauce.

zu diesem essen passt baguette besonders gut.

da wir ganz gewiss zu coq au vin ein glas wein trinken möchten, nehmen wir einfach den rest vom kochwein. somit bleibt in unserer küche zum schluss kein tropfen übrig, der uns womöglich in versuchung führen könnte, nun alle weiteren rezepte in ähnlicher weise mit wein „aufzupeppen“ - wie es noch vor einigen jahren so sehr in mode war.



mit einem KLICK! geht es zu meinen anderen rezepten!