| smaras welt ... |
| hi! ich bin so ziemlich der einzige westhighland-white-terrier (westie!) auf der ganzen welt! für alle, die es genau wissen wollen: ich heisse "smara"!
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eigentlich heisse ich aber "eike von wilsterwasser"! ich habe einen ahnenpass tief zurück, - bis zu meinen urgross-eltern! aber mein uralter "mineralwasser-adel" passte meinem herrchen nicht! warum eigentlich nicht? deshalb hat er mich nach smara, einer stadt in südmarokko getauft! aber: auf den namen höre ich einfach nicht! bin ich denn blöd?
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hier strecke ich euch allen mal die zunge raus! jawohl! denn ich mag es nicht, mich fotografieren lassen! im übrigen - ich bin ein terrier! und wir haben einen ganz schön dicken kopf!
habe ich es nicht eben gerade
gesagt?
nix mit fotos! oder doch nur - zug um zug! - gegen schweinsöhrchen! die mag ich nämlich sehr! p.s. in der hundeschule bin ich sitzen geblieben! ich fand das ganze da eigentlich ziemlich o.k.! aber bei fuss gehen und sowas ... das ist ja geradezu lächerlich! adel geht nicht zu fuss, sondern lässt bei fuss gehen! aber erklärt das mal dem rolf! im übrigen: hier draussen erübrigt sich jede frage. ich mache, was ich will - am liebsten schnuffeln in grossen, grünen sommerwiesen!
ich will euch etwas von "smara", meinem west-highland-terrier, berichten - oder besser: euch erzählen, wie ... ach! lest es besser selbst: es war einmal eine klobürste. sie sah recht adrett aus und stand in der nähe des klos - irgendwo! sie war aber nur deswegen so adrett, weil sie so wenig benutzt wurde - und das störte die klobürste. sie war nahe daran, den sinn ihres lebens zu verfehlen - und wer will das schon? eine unnütze, nicht gebrauchte klobürste - und mag sie noch so neu und frisch aussehen - ist irgendwie verloren. im deutschunterricht hätte man gesagt: thema verfehlt! die klobürste wusste um ihre qualitäten: sie konnte schrubben wie zwei - wenn nur einer sie in die hand genommen hätte! aber es wollte sie keiner. immer wieder besah sie sich - kaum war die kloschüssel benutzt worden - das ganze theater und dachte: wie könnte ich doch jetzt ... wenn mich doch nur einer wollte. aber es wollte sie niemand. jeder setzte sich auf die kloschüssel - aber sah an der bürste glatt vorbei und ging grusslos nach seiner verrichtung davon. die klobürste verfiel in eine tiefe sinnkrise. immer wenn die spülung gezogen wurde, erschrak sie ganz fürchterlich. auch die pupse und furze, die ihr früher angenehm in den ohren geklungen hatten, weil eine klobürste erst durch sie an arbeit und sinn gemahnt wird, machten sie nur noch nervös und ganz krank. denn keinem pups und keinem furz folgte das, was eine klobürste unter ihrer berufung, ihrer existenz und ihrem sinn versteht. sie war - mit einem wort - eine einsame klobürste, die jeder aufgabe und jedem ziel beraubt war. eines tages verirrte sich jedoch ein kleiner hund ins klo. er lief einmal um die kloschüssel herum und bellte fröhlich. die klobürste stöhnte! der hund aber - er hatte ein ganz weisses fell - blieb stehen, schnüffelte an der klobürste - was ihr sehr unangenehm war - wedelte sodann mit seinem schwanz, drängte sich ganz dicht an die klobürste und flüsterte: mama! der klobürste wurde erst kalt und dann ganz warm. der kleine hund rieb seine schnautze an ihren stacheligen borsten und rief immer lauter und lauter: mama, mama, mama! in den tiefen seiner hundeseele erinnerte er sich wohl an die sonnig schönen welpentage, als er klein und schutzlos am grossen bauch seiner mutter lag - sie hatte ein wunderbares weisses fell - und trank und schlief und schlief und trank. mama! die klobürste hörte genau hin und bemühte sich, ihre borsten so weich wie möglich zu machen. sie versuchte auch zu lächeln und war glücklich, als der kleine weisse hund sich zu ihr setzte und sie mit seinen grossen schwarzen augen unverwandt ansah. mama! welches glück, dachte die klobürste, welche erfüllung, welcher sinn! von diesem tag an beschützte sie den kleinen hund vor jedem pups und jedem furz - sie erschrak auch nicht mehr vor ihnen, sondern fand die geräusche nur noch lästig, sogar geschmacklos - wenn jemand sie gefragt hätte. ihre mutterliebe hatte über furz und pups gesiegt. ihr war, obwohl sie nie etwas dafür getan hatte und nie eine kloschüssel gebürstet hatte, eine neue bestimmung zugewachsen: sie war mama geworden! *** |