****komm mit!* rief*******die möve** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
KREUZ UND QUER!
*sechs neue notizen im mai/juni 2005*



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sauce hollandaise - ideal zum spargel
drogen in bali - und das "halbe schwein auf dem rücken"
im teppich verschleppt - in marokko verschwunden
abdel in taza (marokko) - und seine homepage
BOXENSTOPP 7: uns gehört die welt - und noch viel mehr!
wiener rostbraten - leicht nachgekocht

Kritik, anmerkungen, ergänzungen zu meinen notizen? hier kannst du es aufschreiben - mit einem "KLICK!" auf:
 
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(486)

„ich esse kein fleisch vom ross!“ empörte sich mein neffe fredi, der mich einmal wieder - heisshungrig - besuchte. „ich sprach nicht vom ross - sondern vom rost!“ erwiderte ich - leicht genervt. „seit wann rostet ein braten!“ gab fredi pampig zurück.

so kamen wir nicht weiter. „rosten kommt von „rösten“ - wir könnten das ganze also auch „gerösteter braten“ nennen. nun zufrieden?“ fredi schüttelte den kopf: „das erklärt immer noch nicht, warum dieser verröstete braten aus wien kommt.“

das wusste ich allerdings auch nicht. „ich nehme an, dass das rezept in wien erfunden wurde - und er dort besonders gern gegessen wird!“ fredi legte den kopf schief: „du meinst, dass die wiener diesen verrosteten braten deswegen so gern haben, weil sie nicht immer gebratene hunde essen wollen?“

ich verstand überhaupt nichts mehr. aber fredi half mir: „wenn sie vom wiener tafelspitz genug haben, geht´s an den verrosteten braten. einen komischen geschmack haben die österreicher!“

für den wiener rostbraten besorge ich beim metzger zwei rumpsteaks - es können aber auch huftsteaks sein. ich gebe in eine pfanne gewürfelten speck und lasse ihn aus. in das austretende fett kommen reichlich zwiebelringe, die eine weile geschmort werden - ohne jedoch farbe anzunehmen.

inzwischen habe ich in einer zweiten pfanne die steaks in sehr heissem, neutralem öl auf beiden seiten kross-braun angebraten. sie sollten innen noch roh sein, denn sie werden noch weiter verarbeitet.

erst einmal muss ich aber die pfanne mit dem speck und den zwiebeln von feuer nehmen und alles mit reichlich rosenpaprika bestreuen. paprika darf nämlich nicht mitbraten, weil er sonst bitter wird. als nächstes giesse ich eine fleischbrühe dazu, die ich aus dem instant-glas bereitet habe. gesalzen muss nicht mehr werden, da die brühe gewürzt genug ist - nur pfeffer gehört noch an den sud.

in diese brühe - in die wir auch noch ein wenig weisswein geben können - lege ich nun die steaks. sie sollten von der flüssigkeit leicht bedeckt sein. anschliessend lasse ich sie eine stunde auf kleiner flamme köcheln. danach ist das fleisch himmlisch mürbe und zart. vielleicht muss ich während des kochvorgangs noch einmal ein wenig wasser angiessen. ganz zum schluss verfeinere ich die sauce mit creme fraiche und lege auf die steaks - nicht zu wenig - kross gebratene zwiebelringe.

zu diesem wiener rostbraten passen salzkartoffeln besonders gut. fredi sah auf seinen teller und sagte: „arme hunde - nicht genug, dass man die spitze in den kochtopf steckt - jetzt lässt man sie sogar verrosten!“ sodann machte er sich mit breitem grinsen und grossem appetit über das essen her.

mit einem KLICK! ins bild geht es übrigens zu vielen anderen wiener kochrezepten:





(485)


BOXENSTOPP!

ich ahne, dass manche überraschung auf mich wartet, wenn ich - ohne jeden plan wie hier bei BOXENSTOPP - durchs internet surfe. seit der ersten, von mir am 17.5.2005 unter dem suchwort „reisebox“ gefundenen homepage (BOXENSTOPP 1.), folge ich den linkempfehlungen und „surfe“ auf diese weise von einer homepage zur nächsten. mit einem KLICK! auf den link unter dem foto geht es zur jeweils von mir besuchten homepage.

BOXENSTOPP 7: bei thomas homeier!

dieses foto kenne ich - es erinnert mich an meine schulzeit. wir dachten damals, ganz etwas besonderes zu sein und uns von allen anderen zu unterscheiden - einmalig eben ...



... lässig, mit langen haaren, hosen mit schlag und einem blick in unseren augen, der jedem verriet: "uns gehört die welt - und noch viel mehr!" sehr jung eben und in eine welt hinein gewachsen, die keinen mangel kannte ... aber (nicht "und") eine sorglose zukunft versprach.

nun muss ich erst einmal erklären, wie ich von der "willy-millowitsch homepage" (BOXENSTOPP 6.) an dieses foto geriet: es war so, dass ich im theater von willy millowitsch leider überhaupt keinen weiterführenden link fand - und der gehört unabdingbar dazu, wenn man (wie ich) durchs internet surft. also wandte ich mich in meiner not an die zuschauer - oder besser gesagt: an die gäste, die sich im "gästebuch" des theaters verewigt haben. und da fand ich thomas homeier mit sätzen zur erziehung von kindern, die so bedenkenswert sind, dass wir sie am besten auf seiner eigenen homepage lesen. dorthin surfte ich - dort fand ich das klassenfoto.

thomas homeier ist einer der schüler auf dem foto. wo genau er steht, weiss ich nicht. das ist aber vielleicht auch gleichgültig, denn die jahre sind - ich fürchte: ohne weiter hinzusehen - über ihn (und mich) hinweg gegangen. kein mensch also, der heute rufen würde: "hei, dort in der mitte: er hat sich überhaupt nicht verändert - das ist thomas homeier!"

thomas hat sich (wie wir alle) verändert - aber nur ein klein wenig! um ihn heute besser kennen zu lernen, reicht ein KLICK! unter sein bild. wer genau hinsieht, entdeckt übrigens in thomas blick immer noch dieses: "uns gehört die welt - und noch viel mehr!"





(484)

abdel arbeitet im schwimmbad von taza. das ist eine stadt im norden marokkos - oder doch wenigsten ein wenig oberhalb und nordöstlich von fes. weil ich es nicht so gut erklären kann, habe ich mir eine karte "ausgeliehen", auf der alles sehr schön zu sehen ist:



in taza lebt - wie gesagt - abdel. woher ich das weiss? nun, ich habe vor einigen tagen nach "taza" bei google gesucht und geriet auf eine homepage, die ...


ja, wenn ich wüsste, was eine "typisch" marokkanische homepage ist, würde ich sagen, abdel hat so eine ins netz gestellt. es dauert zwar recht lange, dass sie sich aufbaut, aber dann ...

was - zum teufel - ist eine "typisch" marokkanische homepage? ich weiss es nicht, aber als ich auf abdels seite kam, rief ich spontan: das ist eine "typisch" marokkanische homepage. nun frage mich bitte keiner, was genau ich damit meine. jetzt mache ich einmal eine pause, denke nach und schaue in den himmel (das tue ich immer, wenn ich nachdenke!)




diesen zeppelin habe ich mir (wie die karte) auch bei abdel "ausgeliehen". was also ist eine "typisch" marokkanische homepage? zuerst einmal kam mir von abdels homepage eine lebenslust entgegen, wie ich sie sonst kaum im internet gefunden habe - dazu warmherzigkeit, begeisterung, freude und freigiebigkeit. abdel erzählt uns etwas von seiner heimat taza. er zeigt uns bilder, wie taza früher einmal ausgesehen hat.. er macht mit uns auch einen bummel durchs heutige taza und nimmt uns mit in die umgebung.


(c) abdel

abdel hat so viel zu erzählen, dass seine homepage dafür gar nicht ausreicht. deswegen finden wir auf einer zweiten seite unglaublich viele - arabische und englische - lieder, die wir uns gleich anhören können. auf eine dritte seite hat abdel viele kleine programme gestellt, die unsere arbeit mit dem computer leichter machen. 

abdel findet immer etwas neues im internet. und weil er alles so schön findet, stellt er es gleich auf seine homepage. dadurch ist sie ein wenig multimedial-chaotisch ...

was ist eine "typisch" marokkanische homepage?

wer sich auf abdels homepage umgesehen hat, zieht - reich beschenkt - weiter. sei es, dass er sich musik angehört hat, sei es, dass er sich ein kleines programm auf seinen computer geladen hat, sei es, dass er herzlich gelacht hat. abdel möchte nämlich alle, die ihn besuchen, glücklich machen - das spürt man.

was ist eine "typisch" marokkanische homepage?

wenn sie - so wie es abdels seite tut - alle besucher glücklich macht: mit einem feuerwerk von einfällen und einem grossen herz, das für marokko schlägt.

und nun verrate ich noch etwas: ich war selten so gerührt wie bei meinem besuch auf abdels homepage. hier ist sie - KLICK! einfach ins bild:

ich habe spontan beschlossen, abdel meinen fünften "ehren-award" zu verleihen. eine würdigung seiner homepage auf meiner "award-seite"!






(483)

wer eine urlaubsreise plant, verlässt sich nicht mehr allein auf die bunten prospekte, sondern sucht auch im internet nach informationen. im forum von „www.chefkoch.de“, das ansonsten wohl mehr auf den austausch von rezepten spezialisiert ist, fragte vor einigen tagen „mic“ andere forums-mitglieder nach deren erfahrungen in marokko. die antworten waren so, dass ich gar nicht umhin komme, den gesamten diskussionsstrang bei KREUZ UND QUER zu veröffentlichen. ich verstehe „mic“ recht gut, dass sie nach allen wortmeldungen auf ihren marokko-urlaub verzichtet. man sollte eben nicht bei „www.chefkoch.de“ danach fragen!

Mic

Hallo!

Wir planen gerade ein wenig unseren Sommerurlaub.

Meine Söhne wollen unbedingt nach Marokko. Bisher habe ich nie darüber nachgedacht. Aber jetzt wird es konkreter.

War schon jemand von Euch dort mit Familie? Welche Erfahrungen habt Ihr? Worauf muß man achten? Wenn interessiert uns ein reiner Familienurlaub. D.h. Anreise mit Flugzeug und ab ins Hotel.

Wäre schön, wenn mir jemand etwas berichten könnte.

LG, Mic.

Alexandra71 

Hallo Mic,

wir waren mal drei Wochen in Marokko, und ich muß dazusagen, wenn wir nicht Tagesausflüge gemacht hätten, wär ich im Hotel gestorben.
Es ist zwar schon zehn Jahre her, aber wir durften damals nicht zu zweit die Hotelanlage verlassen, und Nachts standen sie mit Maschinengewehren in der Anlage.

Die Anlage war sehr schön, Marokko ist auch ein tolles Land und hat
viele Sehenswürdigkeiten, aber ob ich da noch mal Badeurlaub machen würde, kann ich dir nicht sagen.

Mic

Hallo Alexandra!

D.h., ich kann das Hotel nur allein verlassen?  Denn wir wollten schon aus der Anlage mal raus und was besichtigen gehen.

LG, Mic.
          
Alexandra71 
   
Hallo Mic,
wir durften alleine auf keinen Fall aus der Anlage raus. Zu viert durften wir, aber wenig auch nicht. 


Mic
  
Oh je, das hört sich nicht so doll an.

LG, Mic.

Zottel

Also wir waren '99 mit vier Personen von Cadiz aus in Marokko. Im Hotel in Fez haben wir zu viert 3 Nächte mitten in der Altstadt für 30 DM (ja, etwa 15 €) übernachtet. Dafür hatten wir aber auch Kakerlaken auf dem Zimmer.

Wer noch keine arabischen Länder bereist hat, sollte sich vor Wasser aus dem Wasserhahn in acht nehmen und Obst und Gemüse mit abgekochtem Wasser oder Mineralwasser waschen. Das gleiche gilt für die Zahnpflege.

Zudem gilt: seit dem 11. September 2001 hat sich die arabische Welt verändert; der marokkanische König ist zwar prowestlich orientiert, aber in den großen Städten gibt es auch Sympathien für seltsame antiwestliche Bartträger, die am Hindukusch in den Bergen herumturnen. Ich habe mich '99 in Marokko sicher gefühlt (ohne maschinengewehrbewehrte Polizisten/Milizen auf der Straße), heute würde ich mich nicht mehr so sicher fühlen.

Zottel


billy47


Hallo Mic,

wir haben uns für einen Urlaub in Marokko entschieden im Herbst. 1 Woche Rundreise zu den Königsstädten und eine Woche Badeurlaub in Agadir.
Was die Sicherheit angeht, kann man Marokko nicht mit vor 10 Jahren vergleichen.
Am Wochenende war eine große Reportage über Marokko im Fernsehen und darin wurde erklärt, daß es eines der kommenden Länder ist. Für die nächstn 10 Jahre ist der Tourismus eines der größten Vorhaben des Landes.
Schau anf Holydaycheck oder anderen Hotelkritiken nach und du wirst erstaunt sein, wie positiv alle über das Land sprechen.
Übrigens, Bekannte gehen seit 10 Jahren jedes Jahr nach Marokko rein zum Baden und die Golfplätze sind der Geheimtipp under Golfern

LG
Sibylle

Kasimir 

also ich war auch vor 10 Jahren, deshalb sind meine Eindrücke vielleicht nicht mehr so aktuell - @ Sybille. In der Gruppe/Rundreise würde ich mich auch sicher fühlen, die Königsstädte sind sicher super - ich habe nur Marrakesch gesehen und das war die ein Märchen aus 1001-Nacht.

Badeurlaub ist die andere Geschichte. In den Hotelanlagen, die sehr schön sind, auch kein Thema. Aber 'frei' herumlaufen, noch besser herumfahren, das ist eher bedenklich. Wir hatten uns damals ein Moped ausgeliehen (blauäugig wie wir waren bzw. wie wir es vom Mittelmeerraum gewohnt waren) - das war eher ein Abenteuertrip. Wir sind zum Teil am Moped festgehalten worden, mit der Drohung, dass wir entweder was kaufen oder nicht mehr aus der Stadt rauskommen (hat ja doch, wie man sieht geklappt ), ein anderes Mal sind wir in einem Armenviertel, in das wir versehentlich reingefahren sind, mit Steinen beworfen worden....
Der Atlantikstrand in Agadir ist wirklich schön, aber nur an den Stellen zu genießen, wo Hotelpersonal darauf achtet, dass man nicht belästigt wird. Sonst hat man ununterbrochen mehr oder minder angenehme Gesellschaft....

Aber vielleicht ist ja jetzt alles anders - ich hoffe, Sybille berichtet dann....

Mein - persönliches Fazit - Rundreise ja, Badeurlaub nein.....

LG Christina
          
Mic
  
Hallo!

Ein liebes Dankeschön schonmal für die ersten Berichterstattungen. Scheint schon heikel zu sein. Allerdings glaube ich, dass es dort wunderschöne Dinge zu besichtigen gibt. Aber meine Familie möchte ich natürlich nicht gefährden.

Vielleicht hat ja noch jemand was zu berichten.

LG, Mic.
          
laura56
  
Hallo mic...

Ich hab eine gute Freundin, die in Ägypten lebt und schon sehr viel rumgekommen ist in der Welt...u.a. hat sie jahrelang Kamelsafaris durch Namibia geleitet.

sie ist alles andere als ein ängstlicher Typ. gerade vor 3 Wochen war ich bei ihr und sie erzählte mir, das einzige Land, in dem sie ständig Angst hatte, war Marokko. es muss ganz schrecklich sein, vor allem als Frau allein. sie sagte mir... egal wo sie war... immer gaben die Menschen so schnalzende Zungenlaute von sich... anzügliche Laute...
die bedeuteten sollten, "ich will was von Dir"...

Nie wieder würde sie in dieses Land gehen, meinte sie nur. das war mir selbst auch neu und macht nicht gerade Appetitt darauf, dort hinzugehen...

und...
denke an die Menschen, die dort in der Sahara schon monatelang verschleppt waren...

Liebe Grüsse Laura..

PS.. mit Kindern gibt es viel sicherere Orte. selbst Ägypten ist dagegen sicher wie in Abrahams Schoss            


Kasimir 


....Geschichten vom 'Verschleppt-Werden' kenne ich da auch....
Die habe ich absichtlich für mich behalten....)

LG und ein schönes, sonniges Wochenende Christina

enzo


. . . wobei die Sahara-Entführungen im Jahre 2003 in Algerien stattgefunden haben . . .

Schöne Grüße
Enzo
          
Mic

Hallo!

Das mit den Verschleppten habe ich jetzt eigentlich auch einem anderen Land zugeordnet. Das Marokko auch dazu gehört, wußte ich gar nicht.

Danke Laura für den ehrlichen Bericht. Mir gruselts. 

Nach Ägypten wollen wir 4 auch alle mal. Aber ich Dummi hab gesagt, dass ist mir momentan viiiiel zu gefährlich. Bin aber froh, dass ich jetzt mehr über Marokko weiß.

LG, Mic.
          

Kasimir 
   
....mir - ich bin blond - haben die Einheimischen selber gesagt: 'Aufpassen, dass man nicht verschleppt wird!' Das kam vom marokkanischen Reiseleiter auf einem Ausflug....Danach hatte ich wirklich Angst!!

Meine Mama hat in einem Großhandelsunternehmen für textile Raumausstattung gearbeitet, das u.a. Teppiche in Souk verschwunden und ist - trotz Suche durch Interpol - nie mehr aufgetaucht....

Also, man kann nicht nur in der Sahara verschleppt werden...

LG Christina

Mic

So, Ihr Lieben!

Teile Euch hiermit mir, dass ich endgültig die Nase von Marokko voll hab. 

Hab noch ein paar KMs zu dem Thema erhalten und muß naiverweise zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass es dort so gefährlich ist.

Wir stellten es uns dort wie in 1001 Nacht vor und wollten Besichtigungen machen. Nur Urlaub in der Hotelanlage wollen wir schließlich auch nicht.

Danke für Eure Erfahrungen und Berichte. WIR FAHREN NICHT NACH MAROKKO!

So, jetzt suchen wir uns ein anderes wunderschönes Ziel.

LG, Mic.


um aber „mic“ zu trösten, geht´s mit einem KLICK! ins foto zu vielen bunten bildern - unspektakulär aber hübsch - aus marrakesch. so weit bekannt, wurde der fotograf nicht in einen teppich gerollt und verschleppt. vielleicht hatte er auch nur glück und verschwand deswegen nicht spurlos in marokko.







(482)

Die Nachricht:

Ein Prozess gegen eine 27-jährige Australierin, die wegen angeblich versuchten Drogenschmuggels vor einem Gericht in Bali stand, ist am Freitag zu Ende gegangen. Die Richter erkannten auf schuldig und sprachen eine Haftstrafe von 20 Jahren aus. Die grosse Mehrheit der Australier ist aber überzeugt, dass die Verurteilte unschuldig ist. (nzz, 28.5.2005)


die verurteilte schapelle corby


jens führt auf seiner homepage ein tagebuch. da surfe ich immer wieder einmal hin - denn die themen, die er aufgreift, sind oft ganz besondere - und die links dazu teils hilfreich, teils zum lachen komisch. es lohnt sich also!

dieser tage hat er ein thema aufgespiesst, das - für mich - nicht zu den brisantesten zählt, aber dennoch schon manchem, der auf reisen war, das genick gebrochen hat. viele länder der erde sehen es nämlich gar nicht gern, wenn touristen mit drogen im gepäck einreisen. ich erinnere mich an einen bekannten, der vor jahren - ich weiss allerdings nicht mehr, in welchem land südostasiens das war - für viele jahre im knast verschwand. und keine deutsche botschaft konnte auch nur irgendwie helfen. die gesetze eines landes zu missachten, heisst, nach den gesetzen des landes verurteilt zu werden. so einfach ist das!

hier sind die gedanken von jens dazu
:

liebes tagebuch,

ich verstehe die ganze aufregung nicht. mal ehrlich, wenn man nicht ganz so doof ist, hat man sich doch schon im vorfeld einer reise informiert, oder?

ich meine, ich schnall mir doch kein halbes schwein aufn rücken und reise so durch den iran, oder? oder geh ich mit nem sixpack durch riad?

mal ehrlich, jedes land hat seine gesetze, und ob sie uns gefallen oder nicht, eingehalten werden müssen sie auf jeden fall. siehe auch auf bali, da steht nämlich in zig vielen sprachen "jeglicher konsum und besitz von drogen wird mit dem tode bestraft!". was ist daran nicht zu verstehen? und wer australier auf bali sieht (wer war schon mal als deutscher am ballermann?), der muß sich nicht wundern, wenn 4,1kg drogen im surfback gefunden werden. aber es ist ja nicht nur mrs.corby. da wurde erst kürzlich bei einem australier 1,8kg drogen im gepäck gefunden. einzelne fälle? von system oder methode will ich nicht sprechen, aber dummheit ist eben nicht nur ein vorrecht von mir :-).

dein jens


die homepage von jens: http://www.jens-aus-worms.de.vu/




(481)

zum spargel gehört die „sauce hollandaise“. mir reicht allerdings ein wenig zerlassene butter - aber nun gut! irgendwann gibt es auch bei mir die holländische sauce zum spargel.



ich bereite sie so zu:

in einen mit wasser gefüllten topf „hänge“ ich einen kleineren topf. die sauce hollandaise muss nämlich im wasserbad zubereitet werden. in den eingehängten topf gebe ich - noch im kalten zustand - 150 cl. wasser oder - besser - wein (prosecco?). dort hinein schlage ich zwei eigelbe und gebe auch einige spritzer zitrone und ein wenig salz dazu. ich streue auch noch geriebenen muskat hinein - aber das ist geschmacksache. alles muss mit einem schneebesen kräftig aufgeschlagen werden.

jetzt erst beginne ich damit, das wasser im grösseren topf bis kurz unter den siedepunkt zu erhitzen, um es dann weiter simmern zu lassen.

in einem anderen topf habe ich inzwischen 125 gramm butter zerlassen. sie darf allerdings nicht braun werden. wenn sie flüssig ist, gebe ich sie tropfenweise (das ist wichtig!) zu meinem - sich im wasserbad langsam erwärmenden - wein-ei-gemisch. dabei muss ich weiter kräftig mit dem schaumbesen arbeiten und die sauce aufschlagen, denn sie soll dickflüssig und sämig werden. wer meint, dass sie noch zu dünnflüssig ist, gibt einfach ein wenig mehr zerlassene butter dazu.

eine variante: statt der zerlassenen butter können wir nach und nach in die sich im wasserbad erwärmende ei-wein-sauce kleine butterflöckchen geben, die sich - wenn sie geschmolzen sind - unter fleissigem gebrauch des schneebesens mit dem ei-wein-gemisch zu einer cremigen sauce verbinden.

die „sauce hollandaise“ servieren wir nicht ganz heiss, sondern eher lauwarm. zum spargel ist sie ein erlesener genuss ... und den können wir gleich hier kaufen (KLICK! ins bild):