****komm mit!* rief*******die möve** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
KREUZ UND QUER!
*sechs neue notizen im märz 2005*



zu den letzten sechs notizen!                                                           zurück zur eingangsseite!                                                 die monate - alle themen!   
 
paparazzi!
my fair lady!
das "reid´s palace" auf madeira!
tajine mit huhn und zitrone
ostern steht vor der tür!
du camp und flaubert in ägypten!

Kritik, anmerkungen, ergänzungen zu meinen notizen? hier kannst du es aufschreiben - mit einem "KLICK!" auf:
 
_________________________



(408)

der durchbruch der fotografie als modernes medium geschah im jahr 1835, als es mit einem neuartigen verfahren gelang, bilder auf papier abzubilden. schon 1849 schickte die französische regierung eine fotoexpedition nach ägypten und syrien, die an ort und stelle die monumente der antike fotografieren sollte.



der reiseverlauf der expedition

geleitet wurde diese expedition von dem fotografen maxime du camp, den der damals noch recht unbekannte schriftsteller gustave flaubert begleitete. zwei jahre lang bereisten sie den nahen osten und illustrierten den orient in wort und bild.



maxime du camp

du camp fotografierte auch jene historischen stätten, die es heute nicht mehr zu sehen gibt. daher sind seine fotografien, die er zurück nach frankreich brachte, eigenständige und bedeutende dokumente der archäologie.

nicht zu übersehen ist der „koloniale blick“ dieser fotografien aus dem orient. der alltag und die lebensumstände der menschen im nahen osten bleiben ausgeklammert. manches mal sind die bilder menschenleer und werden einzig von den historischen monumenten dominiert. maxime du camp kam überhaupt nicht auf die idee, dass die menschen im orient eine eigene geschichte zu erzählen haben, die mit ihrer vergangenheit nur wenig zu tun hat. auch flaubert, der einer der grossen erzählerischen realisten des 19. jahrhunderts werden sollte, berichtete immer nur dann von den menschen, die er im orient traf, wenn sie in irgendeiner beziehung zu den historischen monumenten standen.



eine fotografie von du camp

die begeisterung für ägypten, die du camp den auftrag einer fotoexpedition bescherte, wurde in europa geweckt, nachdem napoleon seinen feldzug an den nil unternommen hatte. danach kamen wissenschaftler zu hauf ins land, um die gerade entdeckten historischen stätten zu untersuchen, zu konservieren - und die wertvollsten stücke für die museen in europa zu verpacken.

als die europäer schiffslinien auf dem nil einrichteten, folgten den wissenschaftlern die reichen englischen und französischen touristen, die jetzt bequem zu den vielen sehenswürdigkeiten ägyptens reisen konnten. die schiffe waren das ideale reisegefährt, um - unbehelligt von der realität und den menschen am nil - ein imposantes bild der antike zu gewinnen, das - unter sorgsamer aussparung jeglicher lebenswirklichkeit - so viel furore machte, dass es in europa schon bald und sehr nachhaltig kunst, archititektur und mode inspirierte und prägend für den lebensstil der zweiten hälfte des 19. jahrhunderts wurde.

wer sich eine hörprobe aus flauberts reise "nach ägypten" anhören möchte, klickt unter dem bild auf den link!





(407)

über das osterfest hatte ich im april 2004 von gründonnerstag bis ostermontag bei KREUZ UND QUER berichtet. ich erzählte damals etwas zur geschichte des festes, zum religiösen hintergrund, und wie es bei uns und anderswo gefeiert wird. aus meinen statistischen auswertungen entnehme ich, dass diese notizen in den letzten wochen wieder häufiger aufgerufen werden. daher habe ich die notizen noch einmal zusammengefasst und separat auf meine homepage gestellt. ab heute können sie entweder hier (mit einem KLICK! aufs bild) oder direkt von der eingangsseite meiner homepage aus aufgerufen werden.






(406)

wenn ich bei KREUZ UND QUER in der letzten zeit so häufig tajine-rezepte aufschreibe, dann deswegen, weil ich aus marokko eine wirklich stabile tajine-form mit nach hause gebracht habe, die endlich auch einmal die kleine flamme auf meinem gasherd verträgt. früher waren mir einige tajine-formen sogleich zerbrochen. man achte also nicht auf besonders formschöne tajines - sondern nehme die robustesten, die gar nicht besonders "hübsch" aussehen müssen.

es gibt aber noch einen anderen grund für die tajine-rezepte auf meiner seite: sie sind nämlich unglaublich einfach und mühelos zuzubereiten. wenn der deckel auf der tajine sitzt, muss man sich anschliessend 90 minuten um nichts mehr kümmern. die tajine kocht sich sozusagen von allein.

aber nun ans werk:

es gibt huhn mit zitrone. vorweg: das originale rezept wird mit eingelegten zitronen zubereitet, die man in marokko überall kaufen kann, hierzulande aber selten sind. man frage vielleicht einmal seinen türken um die ecke.

ich gebe ein wenig gutes olivenöl in den untersatz der tajine. dort hinein lege ich einige hühnerschenkel (je nachdem, wie gross die tajine ist, und für wieviele gekocht werden soll). die schenkel habe ich zuvor gesalzen und gepfeffert. sie kommen mit der hautseite ins öl, so dass sie beim schmoren bräune annehmen können. anschliessend werden sie (wenn griffbereit) mit der marokkanischen würzmischung ras-el-hanout und (wichtig!) mit zimt bestäubt. inzwischen habe ich auch eine zitrone geschält und in scheiben geschnitten. mit ihnen bedecke ich die hühnerschenkel.

ich lege allerhand rosinen drum herum und häufe auf die hühnerschenkel und zitronenscheiben eine grössere menge grob geschnittener zwiebeln, die auch noch einmal mit der marokkanischen würzmischung, zimt, salz und pfeffer bestreut werden. das wars schon.

jetzt noch den deckel auf die tajine, den gasherd auf kleinste flamme gestellt und nicht vergessen, in den "hut" der tajine wasser zu füllen (dampfstopp!). die tajine dünstet 90 minuten - und keine angst: die hühnerschenkel bleiben wunderbar saftig. die zitronenscheiben sollte man allerdings vor dem servieren entfernen.

guten appetit!






(405)

bei KREUZ UND QUER stelle ich immer wieder einmal schöne hotels vor. leider haben es schöne hotels so an sich, dass sie in der regel furchtbar teuer sind. so verhält es sich auch mit dem REID´S PALACE auf madeira. vor 113 jahren wurde es über der bucht von funchal erbaut und hat bis heute nichts von seiner noblesse und eleganz verloren. früher waren es vor allem engländer, die in diesem hotel dem süssen nichtstun frönten - heute hat das hotel, das inzwischen zur luxuskette "orient express" gehört, gäste aus aller welt, denen jeder wunsch von den lippen abgelesen wird. einzig die frage, wo der tee besser zubereitet wird: im "old katarakt-hotel" in assuan oder hier in funchal, können ihnen die kellner nicht beantworten, die ansonsten ihr metier meisterhaft beherrschen, und ihren gästen das gefühl vermitteln, nur für sie da zu sein.

churchill war hier und rainer maria rilke sowieso, auch lady thatcher nächtigte im REID´S PALACE und sissi, die unglückliche österreichische kaiserin. bei so viel prominenz - bei so viel stil - bei so viel noblesse ist es nur selbstverständlich, dass man im hotel auch einige originale von picasso aufgehängt hat. die bekommt der gast - understatement! -auf dem weg zur toilette zu gesicht.

mit einem KLICK! auf die terrasse des hotels gehts direkt nach madeira - ins hotel der reichen und verwöhnten (und gelangweilten?)






(404)

heute gibt es in jeder grösseren stadt ein musical-theater. vor 40 jahren hingegen war das genre "musical" auf deutschen bühnen noch gänzlich unbekannt. das änderte sich allerdings schlagartig, als in hamburg - es wird 1964 gewesen sein - "my fair lady" premiere hatte. die hauptrollen spielten damals karin hübner und paul hubschmidt. auch meine eltern reisten extra nach hamburg und waren hellauf begeistert. mein vater pfiff die melodien noch lange morgens im badezimmer. alle grossen bühnen der bundesrepublik übernahmen das musical, dem ein bühnenstück von g.b. shaw (pygmalion) als vorlage dient.

das theater in wuppertal hat im vergangen jahr "my fair lady" neu inszeniert. auf der homepage des theaters erfahren wir einiges über das musical und können auch in die frische und freche produktion hinein hören. mit einem KLICK! aufs bild gehts zur homepage und mit diesem KLICK! gleich zum lied: "kann eine frau nicht sein wie ein mann" - einem von mir noch heute gern gehörten ohrwurm, den ich aber nicht morgens unter der dusche pfeife. (wer den link nicht öffnen kann, versucht es bitte unten mit der entsprechenden URL!)





(403)

ich gebe es zu: ich lese gern einmal klatschgeschichten von prominenten - und besonders (die treuen leser hier werden es wissen!) von den affären um camilla und charles. übrigens: meinen segen zur hochzeit haben sie.

unlängst habe ich über prinz charles etwas gelesen, das mein bild über ihn ein wenig zurecht rückte. anlässlich eines besuches in wales (die walliser verachten die engländer!), besuchte er auch ein altersheim. für diese visite war höchstens eine stunde vorgesehen. was aber tat charles? er unterhielt sich nicht nur mit einigen bewohnern - sondern mit allen. sein besuch dauerte schliesslich sechs stunden. die menschen waren begeistert und schlossen ihn sofort in ihr herz - und das in wales!

diese und andere geschichten können wir in einem forum des internets nachlesen, das sich "die höflichen paparazzi" nennt. mit einem KLICK! aufs bild geht es in dieses forum - vielleicht treffen wir uns dort ja einmal!