Kritik, anmerkungen, ergänzungen zu diesen notizen? hier
kannst du es aufschreiben - mit einem "KLICK" auf:
(342)
24.12. bei schorcherl daheim!
liebstes nannerl, als ich heute morgen nichts ahnend die augen aufschlug - das tue ich eigentlich immer - und mich vom bett erheben wollte, bekam ich einen so grossen schreck, dass ich sie sogleich wieder schloss. denken sie nur, ich hatte den heiligen abend verschlafen. wie konnte das geschehen? lag es an meinem wecker? es war zum herzzerreissen traurig! kein banges warten auf die bescherung, keine „stille nacht“ unter dem weihnachtsbaum, keiner, der mich umarmte und mir ein „gesegnetes fest“ wünschte, keine würstchen mit kartoffelsalat, die es immer - ich betone: immer! - am heiligen abend gibt, kein gabentisch mit den schönen dingen, die sich niemand wünscht, keine strahlenden kinderaugen unter (neben?) dem weihnachtsbaum, keine elektrischen kerzen, die sich in roten glaskugeln spiegeln - es war einfach trostlos. ich dachte daran, mich wieder hinzulegen und den wecker auf den nächsten 24. dezember zu stellen - jedoch so, dass ich die folgenden 365 tage verschlief und erst pünktlich zum kommenden fest wieder aufwachte. aber, bin ich ein siebenschläfer, der - wir müssen ihn nur mit 52 multiplizieren - ungefähr 365 tage und nächte vor sich hin dämmert? ich wenigstens sass hellwach in meinem bett und grämte mich. es war ein alptraum - oder doch nicht ganz, denn ich schlief ja nicht mehr. und weil an schlaf überhaupt nicht zu denken war, griff ich nach dem wecker und schleuderte ihn gegen die wand. er zerbrach auch gleich in tausend stücke. recht so! mit ihm wollte ich in meinem leben kein weihnachten mehr feiern - oder verschlafen. nun werden sie, liebstes nannerl, einwenden, dass ich das fest doch einfach nachholen könnte. aber ich bitte sie! wie hört sich das an, wenn jemand im juni „oh du fröhliche“ singt? im übrigen: warum im juni weihnachten feiern, wenn es am 24. dezember doch genau so geht? ich erwähnte ja nur - sie werden sich erinnern - dass ich verschlafen hatte. aber nicht umsonst spricht alle welt vom heiligen abend oder meinetwegen auch von der nacht - eine heilige dunkelheit gibt es meines wissens noch nicht. sie fragen, was dann die ganze aufregung soll? aber liebstes nannerl! ich frage höflich zurück: wo war denn der weihnachtsbaum, als ich morgens erwachte? wo waren die geschenke und der kartoffelsalat? alles schon wieder fortgeräumt - anders kann ich es mir nicht erklären. ach, so! ich hätte mir, nur weil weihnachten ist, gefälligst selbst einen tannenbaum besorgen, ihn nach hause schleppen, mühsam im wohnzimmer aufstellen und schmücken sollen? was ist denn das für ein weihnachtsfest, an dem wir alles selbst tun müssen? soll ich mir am ende auch noch selbst ein geschenk machen, mich also höchstpersönlich ins weihnachtszimmer klingeln? und auch noch die würstchen kochen, den kartoffelsalat zubereiten, „oh du fröhliche“ vor mich hin singen, mich zum schluss fest in die arme nehmen und mir „gesegnete weihnachten“ ins ohr flüstern? einmal nebenbei gefragt: wie soll das eigentlich gehen - so in das eigene ohr? liebstes nannerl! so ein weihnachten verschlafe ich gern, - und muss es sogar, weil ja der verdammte wecker, wie ich ihnen bereits andeutete, nicht klingelte. wenn sie das ganze einmal selbst ausprobieren wollen, weihnachten aber schon vorüber ist, bevor sie meinen brief erhalten, nehmen sie doch stattdessen einfach den 31. dezember - und verschlafen silvester, wenn sie mögen: neujahr noch dazu. ich versichere ihnen, es funktioniert! den neuen wecker, der am 2. januar an meiner schlafzimmerwand landet, weil er mich zur jahreswende nicht geweckt hat, habe ich schon besorgt. er ist sozusagen mein verhindertes weihnachtsgeschenk und liegt, hübsch eingewickelt und mit einem roten bändchen versehen, auf meinem nachttisch. selbstverständlich müssen sie ihn ermahnen, dass er - wie sie - die festlichen stunden verschlummert. aber das dürfte kein problem sein, denn ich weiss, wie vertraut sie, verehrtes nannerl, mit der technik sind, wenn sie nicht gerade ihren schnellkochtopf als wärmflasche benutzen. es grüsst sie als „väterchen frost“ (denn den weihnachtsmann verschlafe ich selbstverständlich auch - oder erschrecken sie gern vor sich selbst?) ergebenst ihr schorcherl (karl-heinz m.) zu allen "nannerl-briefen"geht es mit einem KLICK aufs bild! (341) ich hatte schon einmal ein grünkohl-rezept auf meine homepage gestellt (HIER!). damals hatte ich es mir einfach gemacht, den schon vorgekochten kohl aus dem glas genommen und weiter verarbeitet. so schmeckt er - wenn wir ihn ein wenig verfeinern - gut. aber besser ist es doch, wenn wir das frische gemüse nehmen. inzwischen können wir es auf den märkten fertig für die zubereitung - das heisst: zerrupft und befreit von den harten strünken - kaufen. wir nehmen einen grossen topf, füllen ein wenig wasser hinein und blanchieren darin den kohl, bis er zusammen fällt. in einer pfanne dünsten wir klein geschnittene zwiebeln in butter und geben alles anschliessend zum kohl. bevor wir den grünkohl entweder in einem normalen topf (ca. 1 stunde) oder in einem schnellkochtopf (1/2 stunde) dünsten, würzen wir ihn mit piment, salz, pfeffer und zucker. wer je der irrigen meinung war, grünkohl sei eine kalorienreiche und fette angelegenheit (warum eigentlich? weil unsere grossmütter unmengen schweineschmalz und hafergrütze darin verarbeiteten!) wird vom ergebnis überrascht sein. eine leichtere küche ist kaum vorstellbar. wenn wir allerdings noch ein stück kassler nacken dazu legen und es zusammen mit dem grünkohl dünsten lassen, sieht die sache schon ein wenig anders aus - um von kochwürsten, bremer pinkel und speck nun gar nicht erst zu sprechen.
(340) früher stellte man kerzen ins fenster - und heute? überall hängen lichterketten herum und strahlen neongelb und neonweiss in einen nass-trüben abend. ich weiss nicht, warum es manchen menschen festlich ums herz wird, wenn sie aus einem mit lichterketten umrahmten badezimmerfenster in den abend sehen. womöglich ist die lichterkette noch mit roten oder grünen sternen angereichert, die im takt blitzen und flackern. wie war das eigentlich, als es noch keine lichterketten gab? fiel damals das weihnachtsfest einfach aus? oder brachte man es - weil zu wenig festlich - ganz schnell hinter sich? die menschen sassen wahrscheinlich in ihren dunklen küchen, starrten zum fenster hinaus und dachten: "hier fehlt doch was - aber was?" früher fand weihnachten im haus statt - und heute? auf der strasse! denn um die vielen lichterketten in den fenstern der häuser richtig würdigen zu können, müssen wir uns auf die strasse stellen und an den fassaden hinauf sehen. wie festlich! frau krüger hat sogar einen ganzen weihnachtsmann aus neon in ihrem wohnzimmerfenster aufgehängt. und bei familie zimmermann sind es die drei heiligen könige - aber leider mit wackelkontakt. lichterketten locken unsere blicke zu den fenstern, hinter denen die schleiflackgarnituren, die polstergruppen und die schränke aus eiche von weihnachten träumen. ein geheimnis liegt über dem weihnachtsstern aus plastik und der krippe aus hartgummi, die just in dieser zeit entstaubt und in den wohnzimmern aufgestellt werden. über allem strahlt der glanz von hundert kleinen glühbirnen, die nicht über nacht brennen sollten, weil auch sie - wie die fernbedienung des fernsehers - strom verbrauchen. und nicht vergessen: am 27.12. landet alles in der weihnachts-müll-kiste und wartet dort geduldig auf das nächste jahr. gibt es eigentlich neujahrs- oder wenigstens silvester-lichterketten? schauen wir doch mal. KLICK! (339) ich gestehe: in chemie war ich eine echte niete. vor allem das periodensystem konnte ich mir nie merken. offen gestanden, weiss ich bis heute nicht, was es zu bedeuten hat. um so mehr hat es mich gefreut, als ich jetzt in meinem mail-postkasten einen freundlichen brief fand, der mich auf eine homepage im internet aufmerksam machte und mich bat, sie bei KREUZ UNS QUER vorzustellen. das tue ich gern. so viel habe ich dann doch verstanden: das periodensystem nach mendelejef, meyer und werner ist in halbmetalle, nichtmetalle, edelgase sowie lanthanoide und actionide (was ist das???) geordnet. zu jedem dieser elemente gehört auf der homepage ein link, der die chemischen merkmale, die gesundheitlichen und umwelttechnischen effekte, sowie anwendungsdaten, bilder und geschichtliche informationen des jeweiligen elements aufzählt. aber - warum soll ich etwas erklären, was ich kaum verstehe? hier ist der link zur homepage, die es viel besser kann. KLICK einfach aufs logo: (338) es ist wirklich ein zufall, dass KREUZ UND QUER schon wieder musikalisch daher kommt. aber, am schönsten ist es doch, in der weihnachtszeit miteinander zu musizieren. barbara spielt die blockflöte, lothar die mundharmonika und gabriele schlägt auf dem kochtopf den takt dazu. noch einfacher macht es uns das internet. dort können wir nach herzenslust virtuell musizieren - und sogar komponieren. ein tipp: geht - wenn ihr auf der von mir wärmstens empfohlenen homepage angekommen seid - mit der maus auf die kirche und klickt kräftig drauf. das bringt euch dann ... na, mehr verrate ich nicht! KLICK ins bild und komponiere deinen ultimativen weihnachtssong: (337) die kompositionen von bernd franke sind so eindringlich, dass ich einige davon in der nächsten zeit bei KREUZ UND QUER vorstellen möchte. die musikbeispiele illustriere ich mit fotos, die ich auf meinen reisen gemacht habe. bernd franke wurde 1959 in weissenfels/saale geboren und studierte an der musikhochschule leipzig. der vielfach ausgezeichnete komponist war 1989 stipendiat unter anderem bei leonard bernstein. inzwischen wurden seine werke von allen grossen orchestern gespielt - in new york, pittsburgh, saarbrücken, leipzig, london ... seine musik ist unmittelbar verständlich, ohne dass sie irgendwelche eingeständnisse an konventionelle hörgewohnheiten macht. wer zuvor noch etwas über den komponisten erfahren möchte, klickt bitte auf sein bild:
und hier ist der erste ausschnitt aus seinen kompositionen.
um ihn zu hören, KLICK einfach auf den link. das bild habe ich in damaskus
gemacht.:
|