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KREUZ UND
QUER!
*zehn neue notizen* |
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kennst du eine interessante homepage?
es kann auch deine sein! dann schicke mir eine mail. ich werde sie hier
gern vorstellen!
![]() 29.04.2004 wer würde nicht gern einmal vom weltraum aus einen blick auf die erde tun? es muss faszinierend sein, aus grosser höhe auf die meere, berge und wüsten zu blicken. die NASA ist so freundlich und gewährt uns im internet diesen blick. hier zum beispiel ist das bild marokkos - deutlich ist die souss-ebene zu sehen, die eingerahmt wird vom atlas und antiatlas. auf dem bild ist auch gut zu erkennen, dass marokko wie eine oase unmittelbar an die sahara grenzt.
in gleicher weise und grösster auflösung
sind alle regionen der erde aufzurufen. hier noch ein beispiel, bei dem mir
die NASA gerade über den kopf hinweg fliegt:
![]() 28.04.2004 in diesen tagen ist der erste band der tagebücher von harry graf kessler erschienen, der die jahre 1892 bis 1897 umfasst. graf kessler war in aller welt zu hause. er war ein „flaneur“, literarisch begabt, kenntnisreich, vertraut mit den modernen strömungen der bildenden kunst seiner zeit, eine elegante erscheinung mit formvollendeten manieren, freigiebig in seiner unterstützung junger künstler und politisch im höchstem masse interessiert und engagiert. kessler kam 1868 in paris zur welt und wuchs in grossbürgerlicher familie auf. sein vater war bankier und hinterliess ihm ein grosses vermögen, das ihm jegliche unabhängigkeit und freiheit ermöglichte. er studierte jura in bonn und promovierte in leipzig. sein wirkliches interesse aber galt der politik und kunst. darum ging er 1893 nach berlin und arbeitete für die kunstzeitschrift „Pan“, die zu den führenden publikationen ihrer zeit zählte. sie hatte so bekannte autoren wie fontane, nietzsche und verlaine. 1903 wurde kessler direktor des museums für kunst- und kunstgewerbe in weimar. auf sein betreiben hin gründete sich dort der Deutsche Künstlerbund, der junge, damals noch unbekannte künstler wie edvard munch, liliencron und die maler der brücke unterstützte. hier lernte graf kessler auch hugo von hofmannsthal kennen, mit dem ihn bald eine fruchtbare, aber auch schwierige freundschaft verband. zusammen konzipierten sie das libretto zum „rosenkavalier“. 1913 gründete er die berühmte „Cranach-Presse“ und verlegte sorgfältige, bibliophile ausgaben der werke von shakespeare, vergil, petronius und anderen klassikern. von kessler grosszügig unterstützt, arbeiteten zahlreiche buchkünstler über jahre hinweg an den büchern, die heute hohe und höchste preise auf dem antiquariatsmarkt erzielen. nach dem 1. weltkrieg gab kessler seinen politischen neigungen nach und ging als deutscher abgesandter nach polen. wenig später entwickelte er ideen zu einem völkerbund. er verfasste eine biografie über den politiker walter rathenau und arbeitete in den ausgehenden 20er jahren wieder verstärkt in der cranach-presse in weimar, wo er ein vom jungenstilkünstler henry van der velde entworfenes und eingerichtetes haus bewohnte. 1933 emigrierte graf kessler, der inzwischen grosse teile seines vermögens verloren hatte, nach paris und arbeitete an seinen memoiren. 1937 ist harry graf kessler in lyon gestorben. diese wenigen biografischen daten reichen bei weitem nicht aus, um das zu beschreiben, was den weltbürger, politiker und künstler graf kessler wirklich ausmachte. er war ständig auf reisen, gern gesehener gast in den salons von new york, paris und berlin, besuchte theateraufführungen, kunstausstellungen und lernte alle berühmten und wichtigen menschen seiner zeit kennen. die begegnungen notierte er in seinen tagebüchern, die, - elegant und stilsicher geschrieben -, kaleidoskop eines ganzen zeitalters sind. wie brilliant und präzis er seine zeitgenossen schildert, soll ein eintrag aus seinem tagebuch zeigen, der einen besuch bei dem grossen dichter frankreichs, paul verlaine, schildert: „Nach dem Frühstück wegen des Pan bei Verlaine. Mit einiger Mühe seine Wohnung in einem ärmlichen Arbeiterhause der rue St Victor über vier nach Katzen, Kohl und trocknenden Proletarierwindeln riechenden Treppen entdeckt. Durch eine dunkle Vorkammer, in der der Geruchssinn Einen vermuten lässt, dass die warmen, wolligen an den Wänden hängenden Gegenstände, durch die man sich mühsam hindurchwindet, Unterröcke sind, tastet man sich zu der Thür des Einen Zimmers hin, das die ganze Wohnung des grössten lyrischen Dichters Frankreichs bildet. Ich klopfe an und trete ein. Es ist ein richtiges Arbeiterzimmer, niedrig, dunkel, dürftig eingerichtet: zwei oder drei Strohstühle, ein grosses Ehebett, das Bett Verlaines und seiner illegitimen Madame Verlaine, ein weisser Holztisch, der offenbar als Arbeits- Ess- und Küchentisch dient; an den Wänden vergilbte Photographieen und sentimentale Chromobilder – die Kunstgallerie der Madame. Ein grosser farbiger Präsident Faure, der an die Decke geklebt ist, macht es wie Cäsar im Hamlet ,Il bouche un trou‘. Im Bett liegt angezogen und mit Pantoffeln an den Füssen Verlaine. Er steht auch zunächst nicht auf. Der bizarre Sokrateskopf erhebt sich kaum aus den unordentlich verschlafenen Kissen.“ zitiert nach: Harry Graf Kessler: Das Tagebuch,Zweiter Band: 1892–1897; hrsg. von Günter Riederer und Jörg Schuster; Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2004; 777 S. die tagebücher werden vom marbacher literaturarchiv betreut: http://www.dla-marbach.de/einricht/projekte/hgk/hgk_4.html ![]() 27.04.2004 diese notiz habe ich in die neue rubrik "panthersprünge und rosinenbrötchen - essays und notizen zur kolonialpolitik" aufgenommen, in der ich in loser folge über die kolonialpolitik der imperialen mächte berichte und erzähle. *** auf lebendige afrikaner stiess er erst, als er 1904 nach deutsch-südwestafrika - dem heutigen namibia - ging, um dort zu helfen, den herero-aufstand niederzuschlagen. schon 1901 hatte er erste auslandserfahrungen gesammelt. damals eilte er nach china, um die frech gewordenen boxer zur räson zu bringen. da aber ein oberstleutnant nicht nur kriege führt, sondern in seiner freizeit manchmal klavier spielt, gedichte liest und überhaupt einen offenen sinn für alles fremde hat, notierte lettow-vorbeck: „Je mehr ich in das chinesische Leben eindrang, umso bewusster wurde mir, dass man es hier mit einer von der europäischen grundverschiedenen Kultur und Lebensgestaltung zu tun hatte .“ das hatte der oberstleutnant fein beobachtet. dafür müssen wir ihm wirklich dankbar sein! ohne seine treffsichere bemerkung wäre uns dieser umstand vielleicht verborgen geblieben und wir würden womöglich heute noch glauben, dass chinesen in wahrheit im fell gewendete afrikaner sind. 1913 eilte er dann wieder auf den schwarzen kontinent - dieses mal nach deutsch-ostafrika, wo er die befehlsgewalt über die deutschen schutztruppen erhielt. der obersleutnant war eben immer dort, wo es brenzelig war und nach schiesspulver roch! es blieb ihm allerdings wenig zeit, seine truppe auf zack zu bringen, denn schon wenige monate später brach der 1. weltkrieg aus. in der kolonie waren die deutschen schnell zur überzeugung gekommen, stehenden fusses den stützpunk verlassen zu müssen, da die schutztruppe für zu klein gehalten wurde, um sich wirkungsvoll verteidigen zu können. sie bestand nur aus 200 mann. die idee, auch afrikaner in ihren reihen mitkämpfen zu lassen, fanden die deutschen absurd und unter ihrer würde. ein afrikaner im bastrock - selbstverständlich! aber in uniform? das sah lettow-vorbeck jedoch ganz anders. er rekrutierte 2400 askaris, was auf arabisch so viel wie „soldaten“ heisst, und schlug mit ihnen am 5. november 1914 einen landungsversuch der engländer bei daressalam zurück. dieser erfolg katapultierte ihn an die spitze der kolonie, die er nun militärisch und zivil verwaltete. in kürzester zeit stockte er die schutztruppe auf 3000 weisse und 11000 schwarze soldaten auf und organisierte gleichzeitig eine kriegswirtschaft in der kolonie, die bald autark funktionierte. kleidung und schuhe, selbst reifen und benzin mussten nicht mehr mühsam aus deutschland herbei geschafft werden, sondern wurden nun direkt in ostafrika produziert. was folgte, war ein zäher kampf gegen die engländer und die uganda-bahn, die ein wichtiges transport- und nachschubmittel der briten war. lettow-vorbeck liess - ganz im sinne der guerilla-taktik, die er von den hereros in südwestafrika abgeschaut hatte - gleise und brücken sprengen. sein ziel war es, kräfte der engländer in afrika zu binden und vom europäischen kriegsschauplatz fern zu halten - wenigstens behaupten das die, die ihn später zu einem der wackersten helden des weltkriegs aufpumpten. 1916 kam es zur kriegerischen nagelprobe, als sich engländer, inder und südafrikaner gegen die deutschen und askaris in stellung brachten. lettow-vorbeck vermied jedoch die offene feldschlacht und zog mit seinen truppen lieber im zick-zack durchs land, um immer wieder kleinere attacken auf den feind zu unternehmen. ich kann mir nicht helfen, aber ich komme von der vorstellung nicht los, dass dies eine sehr fröhliche expedition gewesen sein muss. wie anders hätten sie hakenschlagend und den engländern ein schnippchen schlagend durch die savannen maschieren sollen, wenn nicht mit einem munteren deutschen soldatenlied auf den lippen? der winter 1917 brachte keine neuen militärischen aktionen, bedrohte aber die deutschen truppen mit regen und kälte. auch fehlte es immer mehr an munition und waffen - und das angesichts der bedrohlichen situation, dass die engländer immer näher rückten und damit begannen, die deutschen zu umzingeln. ende 1917 musste lettow-vorbeck seine truppen schweren herzens reduzieren. ihm blieben 300 weisse und 1700 schwarze soldaten, mit denen er den ausbruch aus dem englischen „schwitzkasten“ wagte und auch schaffte. jetzt maschierte er mit seinen männern in richtung der portugiesischen kolonie kongo und griff dort mehrere depots an. dabei fielen ihm grosse mengen waffen, munition und proviant in die hände. bestens ausgerüstet zog er mit seinen soldaten weiter, - aber nicht zurück zur deutschen kolonie, die zu verteidigen doch eigentlich sein auftrag war, sondern tief ins innere afrikas, verfolgt von tausenden soldaten, die england inzwischen gegen lettow-vorbeck ins feld geführt hatte. trotz der zahlenmässigen überlegenheit gelang es ihnen nicht, den deutschen oberstleutnant auszuschalten. im übrigen waren die englischen versorgungslinien für ein so grosses heer auch viel zu lang und umständlich, die deutschen machten es ganz anders. sie ernährten sich von dem, was sie auf den feldern fanden und teilten sich überdies in kleine gruppen von vierzig mann auf, um die britischen bataillone anzugreifen. erst 1918 übernahmen die engländer diese taktik, konnten aber nicht mehr viel ausrichten, da die deutschen sich inzwischen richtung belgisch-kongo verabschiedet hatten und dort irgendwo bis kriegsende versteckt blieben. deutschland feierte nach kriegsende ihre afrikanischen "helden" überschwänglich, weil sie, wie es hiess, „im felde unbesiegt“ geblieben waren. ich frage mich allerdings, was lettow-vorbeck eigentlich in belgisch-kongo wollte? seine eigentliche aufgabe war doch die verteidigung der kolonie deutsch-ostafrika! auch wenn jemand an dieser stelle den vergleich mit dem hasen und dem igel ins spiel bringen sollte, muss doch kleinlaut angemerkt werden, dass sich der hase irgendwann wohl gründlich verirrt oder sogar hasenfüssig verborgen hatte - oder freundlicher formuliert: den schwerfälligen igel gründlich genarrt und auf falsche fährten gelockt hatte. von mir aus soll man sie aber ruhig „helden“ nennen - harrten sie doch zum schluss mucksmäuschenstill im tiefsten busch auf das ende des krieges. dort nützte ihnen allerdings auch der dampfer nichts mehr, mit dem lettow-vorbeck in den anfangsjahren des krieges seine truppen transportiert hatte. die „graf götzen“, die noch heute auf dem tanganjikasee unterwegs ist, wurde in deutschland gebaut und, - verpackt in 5000 kisten -, nach ostafrika verschifft. dort wieder zusammen gebaut, sicherte sie auf dem tanganjikasee die grenze zu belgisch-kongo. mit einem grossen geschütz und zwei kleinen kanonen begab sie sich im sommer 1915 auf ihre erste grosse fahrt und versenkte gleich einen kleineren englischen dampfer. danach diente sie lettow-vorbeck für seine militärischen operationen, wurde aber leider 1916 im hafen von kigoma von belgischen flugzeugen angegriffen und schwer beschädigt. erst 1922 bargen die engländer das gesunkene schiff, reparierten es und tauften es auf den neuen namen „liemba“. wirklich berühmt wurde das schiff durch das kino. die „graf götzen“ war vorbild für das kanonenboot „louisa“, das katharine hepburn und humphrey bogart in dem film „african queen“, der nach einem roman von c.s. forester gedreht wurde, so mutig versenkten. es bleibt zu erwähnen, dass paul v. lettow-vorbeck nach rückkehr aus afrika seine erinnerungen schrieb, die unter dem titel „heia safari!“ sogleich zum bestseller wurden. ein titel übrigens, der nur beim ersten hinsehen so gar nicht kriegsklirrend klingt. liest man ihn jedoch im zusammenhang der ereignisse in afrika, so muss einem noch heute ein kalter schauer über den rücken jagen. vielleicht findet sich ja noch einmal ein regisseur, der das buch des alten haudegens verfilmt. als titel schlage ich vor: „hase und igel - grosswildjagd im
afrikanischen busch“.
die bilder für diese notiz habe ich
der homepage:
http://www.deutsche-schutzgebiete.de entnommen, die im übrigen kompetente und erste anlaufstelle für alle fragen zur kolonialpolitik ist. die nächste notiz in der
reihe "panthersprünge und
rosinenbrötchen - essays und notizen zur kolonialpolitik"
beschäftigt sich mit der geschichte deutsch-ostafrikas!
![]() 26.04.2004 mein neffe fredi - ihr kennt ihn ja schon - ist ein rechter nimmersatt. wenn er mich besucht, schaut er immer zuerst in meinen kühlschrank, ob er dort etwas zum essen findet. manchmal denke ich, dass fredi verhungern müsste - wenn es mich nicht gäbe. als er das hackfleisch sieht, das ich morgens gekauft habe, ruft er: „schon wieder buletten?“ dabei sind meine buletten wirklich knusprig und lecker und bestehen eben nicht zur hälfte aus altbackenen brötchen - wie sonst so oft. da ihm aber die enttäuschung fast aus den augen fällt, disponiere ich blitzschnell um, nehme eine pfanne, stelle sie auf den herd und antworte: „nein, bei mir gibt es heute ausgelassene buletten ...“ „sie müssen gar nicht lustig sein“, bemerkt fredi frech, „nur eben schmecken sollten sie nicht wie eine bulette!“ in der pfanne erhitze ich ein wenig neutrales öl und gebe feingeschnittene zwiebeln dazu. auch eine gehackte knoblauchzehe sollte nicht fehlen. ich dünste alles an - braun darf es aber nicht werden. sodann kommt das hackfleisch - und zwar in kleinen flocken - hinein. es muss nicht besonders lange braten. in einer grossen pfanne ist es sogar blitzschnell gar. als nächstes würze ich mit pfeffer (kräftig) und salz. dann kommen die tomaten an die reihe. die nehme ich aus der dose, lasse aber die viele flüssigkeit weg. ich zerkleinere sie und lasse sie zusammen mit dem hackfleisch dünsten. je länger - um so besser! inzwischen habe ich reis gekocht. das ist eine einfache sache: auf eine tasse reis kommen zwei tassen wasser. es wird gesalzen und das wasser zum kochen gebracht. nach fünf minuten nehme ich die hitze zurück und lasse den reis vor sich hin köcheln. wenn das wasser verkocht ist, müsste der reis gar sein. jetzt kann ich auch schon bei meinem hackfleisch letzte hand anlegen. vielleicht sollte ich noch ein wenig von dem tomatensaft drunter mischen. ich würze auch noch einmal und gebe einen halben teelöffel zucker dazu. wer mag, zieht ein wenig creme fraiche unter das hackfleisch - die muss aber nicht sein. ganz zum schluss raspele ich über alles frischen parmesankäse. und dann kann gegessen werden ... "es schmeckt wirklich sehr ausgelassen!" bemerkt fredi über den teller hinweg. na, wenn das kein lob ist ... p.s. dieses rezept kann selbstverständlich in alle richtungen verändert und ergänzt werden. auf dem bild ist es die asiatische variante: hier wird mit sojasauce, ein wenig essig und honig gewürzt. dazu kommen ananasstücke und paprika. ![]() 25.04.2004 diese notiz - und auch die zu namibia - habe ich in die neue rubrik "panthersprünge und rosinenbrötchen - essays und notizen zur kolonialpolitik" aufgenommen, in der ich in loser folge über die kolonialpolitik der imperialen mächte berichten und erzählen will. *** ja, was „stattdessen“? ... grosse teile der welt untereinander aufzuteilen. deutschland sollte in dieser herzensangelegenheit allerdings nicht mit reden. es ist wie bei den kindern und ihren rosinenbrötchen: freiwillig gibt sie keiner her und teilen tut man nur, wenn es unbedingt nötig ist. die „entente cordiale“ war alles andere als ein romantischer flirt. es ging - ganz handfest - um die kolonien in afrika. man wollte sich nicht weiter ins gehege kommen und das rosinenbrötchen endlich und für alle zeiten unter sich aufteilen. england sollte ägypten und den sudan erhalten, für frankreich war marokko reserviert. das hatten sich die diplomaten in london und paris fein ausgedacht. sie ignorierten indess, dass da noch jemand war, der ebenfalls gierig nach dem rosinenbrötchen ausschau hielt. das war kaiser wilhelm II. in berlin. und deswegen gingen frankreich und england nicht nur ein schlichtes bündnis ein, - sondern ein bündnis „des herzens“, was nichts anderes hiess, als einträchtig das rosinenbröttchen aufzuessen und sich darüber zu amüsieren, dass ein dritter neidisch zusieht. es ist wirklich merkwürdig: manchmal funktioniert weltpolitik wie im kindergarten. nur das dort freundliche kindergärtnerinnen darüber wachen, dass alle satt werden. 1904 gab es keine kindergärtnerinnen. sie hätten auch gar nichts verteilen können, denn die rosinenbrötchen gehörten in wahrheit ganz anderen. wilhelm der II. fühlte sich durch das entente-idyll ganz ausserordentlich gestört und pochte auf das abkommen von madrid, in dem 1880 festgelegt worden war, dass die unabhängigkeit marokkos gewahrt und die wirtschaftlichen interessen deutschlands am eisenerz des landes respektiert werden sollten. um diesen anspruch zu unterstreichen, reiste der deutsche kaiser mit grossem gefolge nach marokko, besuchte dort den sultan, versicherte ihm die treue freundschaft deutschlands und sah diskret in alle ecken des palastes, um sich die rosinenbrötchen einmal aus der nähe anzusehen. da der sultan fürchten musste, irgendwann gar nichts mehr zum frühstück serviert zu bekommen, nahm er wilhelms gunstbeweis dankend an. aufgeschreckt eilten sie 1906 ins spanische algeciras, um mit spanien, vor allem aber mit deutschland noch einmal das leidige abkommen von madrid zu diskutieren. diplomatie in sachen rosinenbrötchen! während deutschland auf dieser konferenz die vollständige internationalisierung marokkos forderte, konnte frankreich durchsetzen, dass die marokkanische polizei fortan französischen und spanischen offizieren unterstellt sein sollte. damit hatten sie den fuss in der tür und die deutschen eine schlimme diplomatische niederlage erlitten. als berlin darauf hin mit krieg drohte, verbandelten frankreich und england ihre herzen - vor allem aber ihre waffen noch viel enger. jetzt endlich wollten sie das rosinenbrötchen ungestört und in aller ruhe verfrühstücken. england verleibte sich ägypten ein und frankreich setzte sich in marokko zu tisch. aber manchmal rächt es sich, ein rosinenbrötchen verzehren zu wollen, das einem in wahrheit gar nicht gehört. 1911 meldeten sich die eigentlichen besitzer des rosinenbrötchens zu wort und zettelten im marokkanischen fes eine revolte gegen die rosinenbrötchen-diebe an. die franzosen waren empört. wer wagte es, ihnen das brötchen noch in letzter sekunde streitig zu machen? sie entsandten truppen, die den aufstand der marokkaner kurzer hand und brutal nieder schlugen und nebenbei auch gleich noch fes, die hauptstadt des landes, besetzten. damit war klar, wer nun frühstücksdirektor in marokko war. irgendwann geht eben jeder traum vom rosinenbrötchen zu ende. spätestens dann, wenn es aufgegessen oder aber unerreichbar geworden ist. das musste auch wilhelm II. einsehen und verlangte im gegenzug zur französischen okkupation marokkos ein marmeladenbrötchen ... ach, was! er forderte die kolonie französisch-kongo als kompensation für das entgangene rosinenbrötchen. und um zu zeigen, wie ernst er es meinte, entsandte er das kanonenboot „panther“ nach agadir. das schiff war ganz zufällig in der nähe - auf dem weg zur reparatur nach deutschland. jetzt musste es auf befehl seiner majestät und trotz rostiger kanonen zum "panthersprung" ansetzen. was im fernen deutschland als heldentat gefeiert wurde, sah vor ort weitaus prosaischer aus: einige wochen dümpelte das schiff im hafen und die matrosen kaschierten mit allerlei farbe die maroden kanonen. weiter passierte nichts. gäbe es schiffe als bettvorleger, - die "panther" wäre so einer gewesen. die herren indess, denen tüchtig angst gemacht werden sollte, sassen im fernen paris und london beim frühstück und liessen sich nicht weiter stören. sie waren an weitaus grimmigere bettvorleger gewöhnt: in form von tigerschwänzen und löwenköpfen - aus ihren indischen und afrikanischen "besitzungen". sie liessen nach ende der mahlzeit aber dann doch noch gnädig einige schrumpelige rosinen zu boden fallen. das waren wertlose gebiete von französisch-kongo, die deutschland, wenn schon nicht gesättigt, so doch eilig seiner kolonie togo einverleibte. als der tisch abgeräumt war, konnte man nicht mehr tun, als zähneknirschend frieden zu schliessen. der hielt allerdings nur drei jahre, dann suchte sich der notdürftig kaschierte hass neue und noch gemeinere wege. 1914 wollte sich deutschland mit einem schlag dafür rächen, dass es über jahre hinweg nur am kolonialen katzentisch sitzen durfte. kaiser wilhelm verfiel dem hungrigen wahn, alle rosinenbrötchen der welt besitzen zu können, wenn er nur die richtigen kanonen einsetzt. wir wissen, wie das endete. alles weitere: HIER diese notiz ist auch als separater essay aufzurufen: "panthersprünge und rosinenbrötchen - ein imperialer streit um marokko!" die bilder für diese notiz habe ich teilweise der homepage: http://www.deutsche-schutzgebiete.de entnommen, die im übrigen kompetente und erste anlaufstelle für alle fragen zur kolonialpolitik ist. ![]() 24.04.2004 deutschland schloss sich erst spät der reihe der kolonialländer an. als england, frankreich, holland, spanien und portugal als seefahrende nationen längst über reiche kolonien verfügten, besass deutschland noch keinerlei wirtschaftliche aussenposten in übersee. grund war nicht eine friedliche aussenpolitik, sondern die deutsche kleinstaaterei, die ein gemeinsames handeln nicht zuliess. erst nach der reichsgründung 1871 verlangte bismarck im deutschen reichstag energisch ein koloniales engagement in übersee. 1883 hatte der bremer kaufmann adolf lüderitz die bucht angra pequena in südwestafrika und das dazu gehörige land im umkreis von 20 meilen vom nama-häuptling joseph fredericks für 10.000 reichsmark und 260 gewehre gekauft. schon 1884 übernahm das deutsche reich den schutz der besitzungen in namibia, das nun offiziell„deutsch-südwestafrika“ hiess. die militärische präsenz war ausdruck der neuen politik bismarcks, land in übersee in besitz zu nehmen und gegebenenfalls gegen expansionsbestrebungen anderer kolonialländer zu verteidigen. die „kaiserlich-deutsche schutztruppe“ hatte die aufgabe, das gebiet zwischen oranje und kunene in eine deutsche kolonie zu verwandeln. 1904 waren es schon 1000 deutsche siedler, die selbstverständlich fruchtbares land brauchten, um es bewirtschaften zu können. doch das land gehörte den ureinwohnern - den namas und hereros. also handelte man mit ihnen (sehr zweifelhafte) verträge aus, in denen ihnen militärischer schutz zugesagt wurde. im gegenzug erklärten sich die namas und hereros bereit, die nutzung ihres landes durch die deutschen siedler zu tolerieren. erst nach und nach wuchs bei ihnen die erkenntnis, dass diese landnahme ihre ursprünglichen lebens- und existenzmöglichkeiten bedrohte. deswegen erhoben sich 1904 beide volksgruppen gegen die deutschen kolonialisten. die militärischen auseinandersetzungen, die von deutscher seite grausam und überaus blutig geführt wurden, endeten 1907 in der völligen unterwerfung der schwarzen bevölkerung. bis 1914 kamen weitere 9000 siedler nach südwestafrika, die dem land ihren deutschen stempel aufdrückten. sie bauten siedlungen, die oft deutscher aussahen als in ihrer ursprünglichen heimat. unter ihnen waren auch manche glücksritter, die nur von den diamanten angelockt wurden, die in diesem teil afrikas gerade entdeckt worden waren. nach dem ende des 1. weltkriegs verlor deutschland seine kolonien. der völkerbund erklärte namibia zum mandatsgebiet südafrikas. dieser zustand endete erst, als die uno 1966 den beschluss aufhob. südafrika erkannte jedoch die entscheidung nicht an. was folgte, war ein jahrzehnte langer kampf mit der namibischen befreiungsorganisation swapo (south-west african peoples organisation), der durch die strikte apartheids-politik südafrikas zusätzliche schärfe erhielt. erst am 21. märz 1990 errang namibia seine politische unabhängigkeit und konnte sich eine freie und demokratische verfassung geben. die kolonialkriege wurden lange zeit in deutschland nicht wirklich wahrgenommen. erst 100 jahre nach dem aufstand der namas und hereros in südwestafrika, der in ihren reihen unendlich viele opfer forderte, werden stimmen nach wiedergutmachung laut. noch dringlicher aber scheint mir die geschichtliche aufarbeitung dieses dunklen kapitels deutscher kolonialpolitik zu sein. das „rautenstrauch-joest- museum“ in köln zeigt noch bis zum oktober eine ausstellung mit dem titel „Namibia - Deutschland: Eine geteilte Geschichte. Widerstand - Gewalt - Erinnerung“. das wichtigste anliegen der ausstellung ist es, versöhnungsarbeit mit einem land zu leisten, das unter der deutschen vorherrschaft schwer gelitten hat. über diese historische schuld hilft auch nicht das wissen hinweg, dass die deutschen in südwestafrika eine vergleichsweise gemässigte politik gegenüber den einheimischen einschlugen, nachdem sie den ungleichen krieg für sich entschieden hatten. tatsache bleibt, dass die schwarze bevölkerung dazu verdammt war, für die herrschsüchtigen deutschen kolonialherren auf den feldern und in den diamantenminen unter schwersten bedingungen zu arbeiten. das war das bittere sklavenlos eines entrechteten und seiner kultur beraubten volkes. weiterführende hinweise zu namibia sind auf dieser homepage zu finden: http://www.namibia-info.net/namibia/geschichte.html einen dank an alex für die anregung zu dieser notiz! die bilder für diese notiz habe ich teilweise der homepage: http://www.deutsche-schutzgebiete.de entnommen, die im übrigen kompetente und erste anlaufstelle für alle fragen zur kolonialpolitik ist. ![]() 23.04.2004 amerika liegt in der tat ein wenig abseits. solange sich ein amerikaner aber im eigenen land bewegt, ist das kein problem. schwieriger wird es, wenn er seinen onkel in venezuela oder seine tante in hongkong besuchen will. dann blieb ihm früher nur der lange seeweg - und ab mitte des 20. jahrhunderts die reise durch die luft. amerikanische präsidenten haben viel zu tun. deswegen warten ihre onkel und tanten meistens vergeblich auf einen besuch. wenn präsidenten reisen, tun sie das nicht zum vergnügen, sondern aus purem pflichtgefühl. aber - das ist bei verwandtschaftsbesuchen ja auch nicht anders. 1943 verzichtete franklin d. roosevelt als erster auf die beschwerlichen und zeitaufwändigen schiffsreisen ins ausland und schaffte ein flugzeug an: die douglas vc-54c. damit flog er nach casablanca und malta -
aber nicht, um seine verwandten zu sehen, sondern um grosse politik zu
machen. auch sein nachfolger, harry s. truman, schätzte das
flugzeug als fortbewegungsmittel und liess sich im oktober 1950 nach
wake island fliegen. dort wartete aber auch kein onkel auf ihn, sondern
general macarthur, mit dem er die verzwickte situation in korea besprach.
so ist das eben, wenn ein amerikanischer präsident durch die welt reist. kaum ist er irgendwo gelandet und freut sich auf den selbstgebackenen kuchen bei oma, stehen offizielle abordnungen am flugfeld und bitten zur eintragung ins goldene buch, drängen auf diverse besichtigungen und wollen hochpolitische gespräche mit ihm führen. wenn der präsident dann wieder in der luft ist, hat er oma glatt vergessen, die noch immer mit dem butterkuchen auf ihn wartet. die first lady, mrs. eisenhower, erkannte das problem. als 1953 eine lockheed vc-121e als präsidentenmaschine in dienst gestellt wurde, nannte mrs. präsident sie zärtlich „columbine“ und schuf damit ein stück heimat hoch in der luft, denn die columbine ist die offizielle blume des staates colorado. wenn also der weg schon nicht zu oma führte, dann sollten wenigstens heimatliche gefühle die reisen durch die weite welt begleiten. nicht bekannt ist, ob omas butterkuchen mit an bord der „columbine“ war. jede romantik war vorbei, als 1962 das erste düsenflugzeug für den amerikanischen präsidenten in die luft ging. die boeing 707-320b wurde durch ihren funkspruch berühmt: „air-force-one“. das war dann auch ihr name, der für alle späteren präsidentenflugzeuge übernommen wurde. präsident kennedy war es, der sein flugzeug mit dem schriftzug „united states of america“ und der us-flagge am seitenleitwerk schmücken liess. alle, die den kopf zum himmel reckten, sollten wissen, wer gerade durch die luft sauste. das half jedoch seiner oma herzlich wenig, die mit ihrem butterkuchen am gartenzaun stand, während amerika einfach über sie hinweg flog. die bekannteste präsidentenmaschine wurde die boeing 1707/vc-137c mit der seriennummer sam26.000, wobei sam für „special air missions“ steht. mit ihr reiste kennedy nach berlin, wo er seine berühmte rede „ich bin ein berliner“ hielt. kann es sein, dass er damals etwas mit dem gebäck seiner oma gründlich durcheinander gebracht hat? zu trauriger berühmtheit gelangte das flugzeug, als es in dallas den toten präsidenten an bod nehmen musste, um ihn nach washington zurück zu bringen. richard m. nixon war nicht abergläubisch, sondern nahm dieselbe maschine für seinen historischen besuch in china. erst 1998 wurde sie ausser dienst gestellt (nixon ereilte dieses schicksal bekanntlich sehr viel früher!). heute steht dem präsidenten für seine besuche in aller welt eine boeing 747-2008 zur verfügung. sie hat das sogenannte „flying oval office“: also einen konferenzraum, ein speisezimmer und die privaträume für den präsidenten. dazu kommt der bürobereich für engste mitarbeiter und berater. in zwei bordküchen können bis zu 50 mahlzeiten gleichzeitig zubereitet werden. ob mrs. präsident dort auch butterkuchen backt, weiss allerdings niemand so genau. 85 abhörsichere telefone halten den kontakt zur erde, wo doch eigentlich eines genügen würde, um den besuch bei oma wieder einmal abzusagen. das flugzeug kann in der luft betankt werden, ist also im weitesten sinne autark. betreut wird es von 23 crewmitgliedern und kann 70 passagiere aufnehmen. damit ist die frage nach dem nächsten besuch bei oma auch schon beantwortet: ihr ofen ist einfach zu klein, um für 93 personen butterkuchen zu servieren. also steht sie weiter am zaun ihres gartens, wartet sehnsüchtig auf ihren enkel und ist glücklich, wenn sie irgendwann über ihrem kopf ein rauschen vernimmt. dann winkt oma und die "air-force-one" wippt vielleicht zweimal mit den flügeln. ![]() 22.04.2204 funksprüche, die ich dann und wann erhalte, gebe ich nicht gern an die öffentlichkeit weiter. heute mache ich eine ausnahme. der zweite schiffsoffizier der HMS "almdudler", zur zeit im pazifik unterwegs, hat mir folgendes übermittelt: Unser Kapitän liess sofort die Segel setzen, drehte ab und wir entfernten uns rasch von der Insel. Auf meine Frage, warum er so unmenschlich handelt und den Schiffbrüchigen seinem Schicksal überlässt, anwortete mein Kapitän: "Wie soll in unserem geliebten England - god save it! - Daniel Defoe seinen Roman zu Ende bringen, wenn wir ihn um den wichtigsten Mann bringen?" Der Kapitän hat - wie immer - Recht! Unsere Bordbibliothek wartet schon lange auf einen neuen, hübschen Roman aus dem Seefahrermilieu! das war der funkspruch des zweiten offiziers. alles weitere zur HMS "almdudler" gibt es übrigens hier: ![]() 21.04.2004 knapp 60 jahre nach dem tod von Antoine de Saint-Exupéry wurden jetzt im Mittelmeer bei Marseille die überreste seines flugzeugs gefunden, mit dem er damals abstürzte. es wird wohl nie geklärt werden, wie es zu diesem unglück kam. hatte er sich verflogen? wurde das flugzeug abgeschossen? beging der schöpfer des „Kleinen Prinzen“ selbstmord? wir wissen es nicht. wenigstens kehrte er am 31. juli 1944 von einem aufklärungsflug nicht mehr zurück. saint-exupéry hatte seine berufliche laufbahn als testpilot für wasserflugzeuge begonnen. dabei verunglückte er und entging nur knapp dem tod. er gab seine pilotenlaufbahn auf und wurde büroangestellter. aber die fliegerei war ihm doch wohl eine herzensangelegenheit. wenigstens wollte er 1935 den streckenrekord Paris - Saigon brechen und stürzte dabei über der libyschen wüste ab. er und sein bordmechaniker wurden in letzter minute gerettet. 1938 sieht man die beiden wieder in der luft. dieses mal wollten sie von New York aus über die Anden nach Punta Arenas fliegen. in Guatemala City, wo sie zwischengelandet waren, kam es zu einem katastrophalen absturz, bei dem beide männer schwer verletzt wurden. 1942 kehrt saint-exupéry als pilot in den militärdienst zurück. als man ihm wegen einer missglückten landung (die wievielte eigentlich?) ein flugverbot auferlegt, gelingt es ihm auf umwegen, doch weiter als pilot zu arbeiten. der hartnäckige dichter verlässt die amerikanische luftwaffe, die ihn wegen „mangelnder sorgfalt“ zum bodendienst abkommandieren wollte und geht für die französische exilarmee in die luft, bis ihn 1944 das schicksal ereilt. selbstverständlich! die luftfahrt steckte zu seiner zeit noch in den kinderschuhen. es gibt aber hinweise darauf, dass seine französischen kameraden die hände über dem kopf zusammen schlugen, wenn saint-exupéry in ein flugzeug stieg. irgendwann war er auch recht schwerfällig - weil übergewichtig - geworden. er hatte mühe, die pilotenuniform anzuziehen. Consuelo de Saint-Exupéry, die ehefrau des dichters, hat unter dem titel „Die Rose des Kleinen Prinzen“ ihre erinnerungen aufgeschrieben, die erst 20 jahre nach ihrem tod erschienen. sie beschreibt darin die ständig wechselnden launen und unaufhörlichen frauengeschichten ihres egozentrischen mannes. die ehe war von krisen geschüttelt und sie lebte in ständiger angst um ihn. er aber schrieb ihr glühende liebesbriefe, um sich im nächsten moment aus dem staub zu machen und seine mätressen zu besuchen. über jahre hinweg lebte das ehepaar getrennt. eine leserin fasste ihre eindrücke über diese biografie so zusammen: „ich fand die (für mich) neue sicht auf den grossen poeten, der menschlich offenbar ein ziemliches wrack war, (...) recht interessant.“ behalten wir also lieber den dichter antoine saint-exupéry im gedächtnis, der uns mit seinen erzählungen und romanen reich beschenkt hat. weitere informationen mit einigen dokumentarischen fotos, die ich auch für diese notiz verwendet habe, gibt es hier (klicke aufs buch!) |