****komm mit!* rief*******die möve** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
K R E U Z  UND  Q U E R!
online seit dezember 2003
*sechs neue notizen im oktober/november 2005*


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HÖR  - karl eduard schnitzler - ZU
worpswede - kunst um 1900
ausflug nach rhodos
lob dem elektrischen reiskocher
mal im ernst - ist lachen gesund?
zurück aus marokko - der neue reisebericht



(594)

zurück aus marokko habe ich damit begonnen, meinen reisebericht für meine homepage einzurichten. wer schon einmal einen kurzen blick auf die reise tun will, die ich sieben tage durch marokko unternommen habe, KLICKT! einfach ins bild. die einzelnen teile des berichts folgen in der nächsten zeit.






(593)


ich lache gern und oft. allerdings habe ich mir noch nie darüber gedanken gemacht, ob lachen gesund ist. da bin ich dieser tage aber schwer ins grübeln gekommen - was ja nun das glatte gegenteil des lachens ist. ich habe - sehr ungesund - darüber nachgedacht, ob mich "lach-yoga" womöglich dazu verleiten könnte, alles - mich selbst, die anderen, die welt - als lächerlich zu erkennen. dann würde ich mit den lach-übungen nämlich gar nicht erst anfangen.

wegen dieser nachdenklichkeiten bemerkte ich mit einigen schrecken, dass sich meine stirn in falten legte. ich spürte: "lach-yoga" ist eine durch und durch ernste angelegenheit - und überhaupt nicht zum lachen. oder doch? ja wie denn nun? ich musste mir wegen dieser lach-zweifel erst einmal bei frau ursula unger rat holen - denn sie lacht und weiss hoffentlich, warum! (KLICK! ins bild).






(592)

einige elektrogeräte fristen in meiner küche ein nicht eben beneidenswertes schicksal. sie verdämmern ihre zeit in der hintersten ecke des küchenschranks. so geschah es mit meiner friteuse und auch mit dem "zauberboy", von dem ich bis heute nicht recht weiss, wozu er nützlich sein soll. man erzählte mir, dass er zwiebeln besonders fein schneidet. keine rede davon! das schneidewerk gibt jedes mal schon seinen geist auf, wenn ich es auch nur in die nähe einer zwiebel führe.

weg damit - ab in den schrank!

ganz anders mein elektrischer reiskocher. der hat mich schon beim ersten mal überzeugt. die handhabung ist kinderleicht. gerade so viel messbecher reis wir einfüllen, so viel wasser müssen wir - mit hilfe einer markierung im topf - zugeben. dann nur noch den deckel schliessen und den kocher einschalten. alles weitere geschieht von selbst.

wenn das wasser verdunstet ist, schaltet sich der kocher selbsttätig um und hält den reis heiss, so lange wir möchten. in der asiatischen küche gewinnt dieses gerät übrigens immer mehr freunde. dort kocht man mit seiner hilfe nur noch einmal am tag den reis - der dann 24 stunden - und länger - heiss bleibt. da die asiaten schon morgens gern reis essen - und abends noch viel lieber - ist das eine praktische sache.

für mich heisst das: irgendwann, wenn zeit ist, den reis zu kochen. wenn ich dann essen möchte, schnitzle ich ein wenig schweinefleisch in die pfanne, schütte soja-sprossen dazu, lösche alles mit soja-sauce ab und fertig ist ein essen - zu dem es den heissen reis aus dem reiskocher gibt.

wer statt schnitzelfleisch aber lieber sushi isst, sollte sich auf einer homepage umsehen, die mit einem genau so einfachen KLICK! auf den elektrischen reiskocher zu erreichen ist:






(591)


vor dreissig jahren kam ich zum ersten mal nach rhodos. damals erschien mir die insel wohltuend "unaufgeräumt" zu sein. sie schielte noch nicht so sehr nach touristen und alles ging seinen gewohnt "griechischen" gang. ohne probleme konnte ich meinen schlafsack in die nähe des hafens legen, um zu schlafen, denn zum einen war die fähre spät nachts angekommen - und zum anderen fehlte mir damals das geld für irgendein hotel.

ich hielt mich nicht lange in rhodos-stadt auf, sondern fuhr mit dem überlandbus bald weiter nach lindos. das war damals ein verschlafener ort, über dem die schöne akropolis thront, die man nach anstrengendem marsch bergauf besichtigen kann. allerdings war es in lindos - damals im september - so unerträglich heiss, dass wir bald weiter fuhren. heissere - und schlimmere - nächte habe ich nur in der wüste marokkos erlebt.

noch etwas fällt mir ein, wenn ich an rhodos zurück denke: als sich die fähre der insel näherte (es war nacht), fragte mein freund, der mit mir an der reeling stand: "was sind das für komische lichter dort vorn?" wir hatten nach den vielen wochen in der ägeis völlig vergessen, dass es dort sogar einige inseln gibt, auf denen autos fahren. ihre scheinwerfer sahen wir in der nacht aufleuchten - und wussten damit erst einmal nichts anzufangen.

1998 bin ich noch einmal nach rhodos gereist. die insel platzt inzwischen vor lauter touristen aus allen nähten. die altstadt ist putzig restauriert und renoviert - man läuft wie durch ein museum mit dem thema: "kreuzritter". alles sehr schön, alles sehr laut, alles sehr teuer.

wer lust hat, sich die insel einmal näher anzuschauen, tut das einfach mit einem KLICK! ins bild. jetzt, wo die tage kürzer und dunkler werden, wohl gar keine so schlechte idee!




... und wer noch länger in griechenland bleiben möchte - ein wunsch, den ich gut verstehen kann - liest vielleicht ein wenig in den satiren:

"herbert und ich - fahren mal nach griechenland"
.





(590)


worpswede, ein kleiner ort im teufelsmoor und wenige kilometer von bremen entfernt gelegen, wurde um 1900 berühmt. hier hatten sich einige maler zusammen gefunden, die in bewusster abkehr von der akademischen malerei den kontakt zur natur suchten und sich von ihr zu einer bis dahin nicht gekannten, neuen ästhetik inspirieren liessen. ihr vorbild waren die französischen impressionisten.

die wichtigsten vertreter dieser ersten - und bedeutendsten - generation worpsweder künstler sind:

heinrich vogeler - der ästhet

otto modersohn - der melancholiker

paula becker - die unkonventionelle

hans am ende - der erfolgreiche

fritz mackensen - der heimatverbundene

fritz overbeck - der wolkenverliebte


sie werden auf meiner homepage vorgestellt. KLICK! für die
aufsätze über die worpsweder künstler einfach aufs bild:






(589)

wer weiss eigentlich, dass der scharfmacher des DDR-fernsehens, karl-eduard von schnitzler, seine karriere beim - englisch kontrollierten - nordwestdeutschen rundfunk in hamburg begann?

ich wusste es nicht. dazu musste ich erst eine der frühen ausgaben von HÖR ZU lesen. diese fernsehzeitschrift lag in meiner familie über jahrzehnte hinweg immer in griffbereiter nähe des fernsehapparats. allerdings interessierte ich mich damals viel mehr für "mecki" als für karl eduard.

aber immerhin: er sprach damals here worte ins mikrofon des rundfunks (denn fernsehen gab es 1947 noch nicht) und HÖR ZU druckte es:




Das Wichtigste - meine ich - ist die Abkehr von der Illusion.
Abkehr von der Illusion, das heißt: Suche nach Wahrheit und Klarheit. Beider bedürfen wir - in der Politik wie im täglichen Leben, das ja ebenfalls nichts anderes ist als Politik.
Abkehr von der Illusion, das heißt: Revision des überkommenen Geschichtsbildes. Nicht das erfolgreiche Streben nach Macht darf uns Kriterium der Geschichte sein, sondern das erfolgreiche Streben nach Fortschritt, die Weiterentwicklung und Verwirklichung großer Menschheitsideen müssen uns wissenswert und immer Vorbild sein.
Abkehr von der Illusion, das heißt: eingefleischten Vorurteilen abzuschwören, die wir gegen unsere Nachbarn im Osten und Westen haben. Nicht der eine o d e r der andere sei unser Freund, sondern der eine w i e der andere.
Abkehr von der Illusion, das heißt: schonungslose Analyse der Wirklichkeit. Nur sie kann und zu einer eigenen und vor allem richtigen Meinung verhelfen. Nur der klare Blick ohne die rosarote Brille oder die verzerrte Perspektive des materiell Geborgenen lassen uns zu jener sozialen Gerechtigkeit hinfinden, die am Anfang allen Beginnens stehen mag.

Karl-Eduard von Schnitzler (NWDR)


ich verrate hier gleich, dass ich die alten ausgaben von HÖR ZU nicht gesammelt und aufbewahrt habe - und auch, dass mich die sätze von karl eduard absolut kalt lassen. sie waren schon damals ein unerträgliches wortgeklingel - aufgepustet, gebläht, ohne jeden konkreten inhalt.

die HÖR ZU hingegen informierte so dermassen konkret, dass die fernsehzuschauer über jahrzehnte hinweg niemals den beginn der tagesschau verpassten. nachzulesen ist das alles - und noch viel mehr - übrigens im internet. die älteren unter uns erwartet - ich verspreche nicht zu viel - manches lustige wiedersehen mit allen bekannten - es muss ja nicht gerade karl-eduard von schnitzler sein.

KLICK! einfach auf die HÖR ZU: