(594)
zurück aus marokko habe ich damit begonnen, meinen reisebericht für
meine homepage einzurichten. wer schon einmal einen kurzen blick auf die
reise tun will, die ich sieben tage durch marokko unternommen habe, KLICKT!
einfach ins bild. die einzelnen teile des berichts folgen in der nächsten
zeit.
(593)
ich lache gern und oft. allerdings habe ich mir noch nie darüber
gedanken gemacht, ob lachen gesund ist. da bin ich dieser tage aber schwer
ins grübeln gekommen - was ja nun das glatte gegenteil des lachens ist.
ich habe - sehr ungesund - darüber nachgedacht, ob mich "lach-yoga" womöglich
dazu verleiten könnte, alles - mich selbst, die anderen, die welt -
als lächerlich zu erkennen. dann würde ich mit den lach-übungen
nämlich gar nicht erst anfangen.
wegen dieser nachdenklichkeiten bemerkte ich mit einigen schrecken, dass
sich meine stirn in falten legte. ich spürte: "lach-yoga" ist eine durch
und durch ernste angelegenheit - und überhaupt nicht zum lachen. oder
doch? ja wie denn nun? ich musste mir wegen dieser lach-zweifel erst einmal
bei frau ursula unger rat holen - denn sie lacht und weiss hoffentlich, warum!
(KLICK! ins bild).
(592)
einige elektrogeräte fristen in meiner küche ein nicht eben
beneidenswertes schicksal. sie verdämmern ihre zeit in der hintersten
ecke des küchenschranks. so geschah es mit meiner friteuse und auch
mit dem "zauberboy", von dem ich bis heute nicht recht weiss, wozu er nützlich
sein soll. man erzählte mir, dass er zwiebeln besonders fein schneidet.
keine rede davon! das schneidewerk gibt jedes mal schon seinen geist auf,
wenn ich es auch nur in die nähe einer zwiebel führe.
weg damit - ab in den schrank!
ganz anders mein elektrischer reiskocher. der hat mich schon beim ersten
mal überzeugt. die handhabung ist kinderleicht. gerade so viel messbecher
reis wir einfüllen, so viel wasser müssen wir - mit hilfe einer
markierung im topf - zugeben. dann nur noch den deckel schliessen und den
kocher einschalten. alles weitere geschieht von selbst.
wenn das wasser verdunstet ist, schaltet sich der kocher selbsttätig
um und hält den reis heiss, so lange wir möchten. in der asiatischen
küche gewinnt dieses gerät übrigens immer mehr freunde. dort
kocht man mit seiner hilfe nur noch einmal am tag den reis - der dann 24
stunden - und länger - heiss bleibt. da die asiaten schon morgens gern
reis essen - und abends noch viel lieber - ist das eine praktische sache.
für mich heisst das: irgendwann, wenn zeit ist, den reis zu kochen.
wenn ich dann essen möchte, schnitzle ich ein wenig schweinefleisch
in die pfanne, schütte soja-sprossen dazu, lösche alles mit soja-sauce
ab und fertig ist ein essen - zu dem es den heissen reis aus dem reiskocher
gibt.
wer statt schnitzelfleisch aber lieber sushi isst, sollte sich auf einer
homepage umsehen, die mit einem genau so einfachen KLICK! auf den elektrischen
reiskocher zu erreichen ist:
(591)
vor dreissig jahren kam ich zum ersten mal nach rhodos. damals erschien
mir die insel wohltuend "unaufgeräumt" zu sein. sie schielte noch
nicht so sehr nach touristen und alles ging seinen gewohnt "griechischen"
gang. ohne probleme konnte ich meinen schlafsack in die nähe des hafens
legen, um zu schlafen, denn zum einen war die fähre spät nachts
angekommen - und zum anderen fehlte mir damals das geld für irgendein
hotel.
ich hielt mich nicht lange in rhodos-stadt auf, sondern fuhr mit dem
überlandbus bald weiter nach lindos. das war damals ein verschlafener
ort, über dem die schöne akropolis thront, die man nach anstrengendem
marsch bergauf besichtigen kann. allerdings war es in lindos - damals im
september - so unerträglich heiss, dass wir bald weiter fuhren. heissere
- und schlimmere - nächte habe ich nur in der wüste marokkos erlebt.
noch etwas fällt mir ein, wenn ich an rhodos zurück denke:
als sich die fähre der insel näherte (es war nacht), fragte mein
freund, der mit mir an der reeling stand: "was sind das für komische
lichter dort vorn?" wir hatten nach den vielen wochen in der ägeis
völlig vergessen, dass es dort sogar einige inseln gibt, auf denen
autos fahren. ihre scheinwerfer sahen wir in der nacht aufleuchten - und
wussten damit erst einmal nichts anzufangen.
1998 bin ich noch einmal nach rhodos gereist. die insel platzt inzwischen
vor lauter touristen aus allen nähten. die altstadt ist putzig restauriert
und renoviert - man läuft wie durch ein museum mit dem thema: "kreuzritter".
alles sehr schön, alles sehr laut, alles sehr teuer.
wer lust hat, sich die insel einmal näher anzuschauen, tut das einfach
mit einem KLICK! ins bild. jetzt, wo die tage kürzer und dunkler werden,
wohl gar keine so schlechte idee!
(590)
worpswede, ein kleiner ort im teufelsmoor und wenige kilometer von
bremen entfernt gelegen, wurde um 1900 berühmt. hier hatten sich einige
maler zusammen gefunden, die in bewusster abkehr von der akademischen malerei
den kontakt zur natur suchten und sich von ihr zu einer bis dahin nicht
gekannten, neuen ästhetik inspirieren liessen. ihr vorbild waren die
französischen impressionisten.
die wichtigsten vertreter dieser ersten - und bedeutendsten
- generation worpsweder künstler sind:
heinrich vogeler - der ästhet
otto modersohn - der melancholiker
paula becker - die unkonventionelle
hans am ende - der erfolgreiche
fritz mackensen - der heimatverbundene
fritz overbeck - der wolkenverliebte
sie werden auf meiner homepage vorgestellt. KLICK!
für die
aufsätze über die worpsweder künstler einfach aufs bild:
(589)
wer weiss eigentlich, dass der scharfmacher des DDR-fernsehens,
karl-eduard von schnitzler, seine karriere beim - englisch kontrollierten
- nordwestdeutschen rundfunk in hamburg begann?
ich wusste es nicht. dazu musste ich erst eine der frühen ausgaben
von HÖR ZU lesen. diese fernsehzeitschrift lag in meiner familie
über jahrzehnte hinweg immer in griffbereiter nähe des fernsehapparats.
allerdings interessierte ich mich damals viel mehr für "mecki" als
für karl eduard.
aber immerhin: er sprach damals here worte ins mikrofon des rundfunks
(denn fernsehen gab es 1947 noch nicht) und HÖR ZU druckte es:
Das Wichtigste - meine ich - ist die Abkehr von der Illusion.
Abkehr von der Illusion, das heißt: Suche nach Wahrheit und
Klarheit. Beider bedürfen wir - in der Politik wie im täglichen
Leben, das ja ebenfalls nichts anderes ist als Politik.
Abkehr von der Illusion, das heißt: Revision des überkommenen
Geschichtsbildes. Nicht das erfolgreiche Streben nach Macht darf uns Kriterium
der Geschichte sein, sondern das erfolgreiche Streben nach Fortschritt,
die Weiterentwicklung und Verwirklichung großer Menschheitsideen müssen
uns wissenswert und immer Vorbild sein.
Abkehr von der Illusion, das heißt: eingefleischten Vorurteilen
abzuschwören, die wir gegen unsere Nachbarn im Osten und Westen haben.
Nicht der eine o d e r der andere sei unser Freund, sondern der eine w
i e der andere.
Abkehr von der Illusion, das heißt: schonungslose Analyse der
Wirklichkeit. Nur sie kann und zu einer eigenen und vor allem richtigen
Meinung verhelfen. Nur der klare Blick ohne die rosarote Brille oder die
verzerrte Perspektive des materiell Geborgenen lassen uns zu jener sozialen
Gerechtigkeit hinfinden, die am Anfang allen Beginnens stehen mag.
Karl-Eduard von Schnitzler (NWDR)
ich verrate hier gleich, dass ich die alten ausgaben von HÖR
ZU nicht gesammelt und aufbewahrt habe - und auch, dass mich die sätze
von karl eduard absolut kalt lassen. sie waren schon damals ein unerträgliches
wortgeklingel - aufgepustet, gebläht, ohne jeden konkreten inhalt.
die HÖR ZU hingegen informierte so dermassen konkret, dass die
fernsehzuschauer über jahrzehnte hinweg niemals den beginn der tagesschau
verpassten. nachzulesen ist das alles - und noch viel mehr - übrigens
im internet. die älteren unter uns erwartet - ich verspreche nicht
zu viel - manches lustige wiedersehen mit allen bekannten - es muss ja
nicht gerade karl-eduard von schnitzler sein.
KLICK! einfach auf die HÖR ZU: