(558)
matias hesse nimmt uns mit auf eine reise durch südmarokko. sein
reisebericht und die fotos machen wirklich lust, selbst einmal loszufahren,
um sich alles anzusehen. ich habe seine homepage entdeckt, als ich den plan
fasste, in den süden marokkos zu fahren - das ist schon wieder eine weile
her. leider stammt auch das letzte update seiner homepage aus dem jahr 2004
- ich wünschte mir sehr, matias würde einmal wieder von seinen reisen
berichten. es muss ja nicht - wie man auf seiner homepage unschwer erkennen
kann - immer marokko sein.
kurzum: eine sympathische homepage im internet, die nicht nur das reisen
- sondern auch das essen zum thema hat. und dorthin surfe ich immer gern.
mit einem KLICK! geht es direkt nach südmarokko:
dieser link war bestandteil meiner "linkempfehlungen" - eine rubrik,
die ich inzwischen von meiner homepage gelöscht habe. alle empfehlungen
werde ich aber nach und nach bei KREUZ und QUER noch einmal vorstellen.
(557)
achim ist ein "hamburger jung" und hat viele leidenschaften. die grösste
aber ist seine segelyacht "adventure", die er vor einigen jahren von hamburg
in die türkei überführte. dort liegt sie heute und achim
segelt - wann immer er kann - mit seinen freunden hinaus in die ägeis.
er ist ein erfahrener seemann. das ist aber auch notwendig, denn die segelreviere
im östlichen mittelmeer sind alles andere als einfach. heftige stürme
und tückische untiefen machen das navigieren manchmal zu einem schwierigen
unternehmen.
immer einmal wieder wollte ich achim - mit dem mich eine lange internetfreundschaft
verbindet - dazu überreden, einmal den törn nach marokko zu wagen.
dieser wunsch steht bei ihm auch ganz oben auf der wunschliste. da aber
eine solche reise viel zeit braucht, wird es wohl noch eine weile dauern,
bis er in agadir vor anker gehen kann.
mit einem KLICK! auf sein schiff - die "adventure" - geht es zu achims
schön gestalteter homepage:
dieser link war bestandteil meiner "linkempfehlungen" - eine
rubrik, die ich inzwischen von meiner homepage gelöscht habe. alle
empfehlungen werde ich aber nach und nach bei KREUZ und QUER noch einmal
vorstellen.
(556)
ich traute meinen ohren ja auch nicht! aber es ist - ohne zweifel
- EDELTRAUT, die hier ein jammerlied auf agadir anstimmt ("heimkehr nach
agadir"). eine erste kleine hörprobe entfaltet leider nicht gleich
den schönen, herzensguten text. deswegen habe ich ihn hier aufgeschrieben
(ich glaube allerdings, es ist nur der refrain - und refrains haben es leider
an sich, 1000 mal wiederholt zu werden - oh, je!):
... er ist tränen nah
geht er verträumt am strand entlang
das verdankt er nur dir
agadir - er weint
und lacht vor glück ...
wer sich die kleine hörprobe zumuten will ... oder
gar ein wenig mitsummen möchte, hier ist eine kostprobe - der titel
sagt eigentlich schon alles (KLICK!):
DEN
TRÄNEN NAH - HEIMKEHR NACH AGADIR!
wer das lied so schön findet, dass er es in voller länge hören
möchte (ich garantiere allerdings für gar nichts), klickt einfach
auf edeltraut und ihre musiker. das lied steht als download für billige
99 cent bereit. ich überlege noch ... soll ich? nein, lieber nicht!
p.s. wer ist eigentlich EDELTRAUT?
inzwischen hat mir edeltraut eine mail geschickt: HIER!
(555)
dieses foto habe ich im internet gefunden. es handelt
sich um ein "touristen-camp" in der nähe von zagora. doch deswegen
habe ich es hier nicht hergestellt. vielmehr vermittelt das bild einen guten
eindruck über das leben und wohnen der beduinen - denn so ganz anders
sehen die beduinenzelte nicht aus, denen wir überall im süden marokkos
begegnen.
in der mitte befindet sich der grosse platz, auf den nachts die tiere
getrieben werden - im kreis herum die wirtschafts- und schlafzelte, die
aus ziegenhaar gewebt werden. ziegenhaar ist ein idealer werkstoff, der
bei hitze und trockenheit sehr luftdurchlässig ist, sich aber bei nässe
dicht zusammen zieht und keine feuchtigkeit durchlässt. der eingang,
ein überdachtes tor, kann nachts geschlossen werden. in diesen zelt"burgen"
leben die familien im sippenverband zusammen.
so massiv diese zeltanlage aussieht, kann sie doch in kürzester
zeit abgebaut und an anderer stelle wieder aufgerichtet werden. die beduinen
ziehen den weidegründen hinterher. der marokkanische staat hat ihnen
die erlaubnis gegeben, überall im land ihre zelte aufzuschlagen. daher
begegnen wir ihren siedlungen nicht nur im süden, sondern - jedoch nur
vereinzelt - auch weiter im norden des landes. die weiten strecken legen
die beduinen heute allerdings nicht mehr zu fuss zurück, sondern bedienen
sich - wenn es ihre finanziellen möglichkeiten zulassen - schwerer "trucks",
auf denen sie das vieh transportieren. dies ruft mitunter den zorn der sesshaften
marokkanischen bauern hervor, die sich wegen der umher ziehenden beduinen
um die - immer kärglichen - weidegründe für ihr eigenes vieh
gebracht sehen.
ein besonderes problem stellt die schulausbildung und die medizinische
versorgung der beduinen dar. weil sie weit verstreut leben und immer nur
für kurze zeit an einem ort bleiben, ist ein sinnvoller schulunterricht
kaum möglich und die zentralen krankenstationen nur schwer zu erreichen.
daher bemüht sich der marokkanische staat - und übrigens auch
jordanien - die beduinen auf dauer sesshaft zu machen. in jordanien können
wir allerdings beobachten, was das bedeutet: in der wüste stehen ansammlungen
von hässlichen betonhäusern, neben denen regelmässig die
beduinenzelte stehen.
man kann nur hoffen, dass marokko einen anderen weg einschlägt,
um die beduinen auf dauer von einem sesshaften leben zu überzeugen.
ganz gelingen wird es wohl nie, denn den beduinen geht ihre freiheit über
alles. sie sind bis heute die wahren kosmopoliten der wüste. zumindest
im nahen osten bedeutet diese lebensweise, dass sie abwechselnd und ungeachtet
aller staatlichen grenzen sowohl in jordanien, als auch in syrien und im
irak ihre zelte aufschlagen.
quelle für das bild ist www.cherg.com,
eine organisation, die von ourzazate (südmarokko) aus exkursionen nach
m´hamid und in die wüste anbietet.
(554)
es gibt rezepte, die lassen sich ohne alle mühe endlos variieren.
deswegen wird allen, die bei KREUZ und QUER meine rezepte mitlesen,
das eine oder andere auch im prinzip bekannt vorkommen.
erst kürzlich habe ich ein „schwarzwälder schweinefilet“
vorgestellt. dieses rezept, das HIER nachgelesen werden
kann, variiere ich heute zu einem „filet im gurkennest“.
zuerst einmal wird das schweinefilet längst aufgeschnitten - aber
so, dass beide hälften noch miteinander verbunden sind. in diese
„tasche“ lege ich einige scheiben frühstücksspeck. der fettrand
garantiert beim schmoren die besondere saftigkeit des filets.
anschliessend pfeffere und salze ich das wieder zusammen geklappte
filet und lege es in eine gusseiserne bratform, in die ich zuvor etwas
neutrales öl gegeben habe. um das filet herum streue ich noch reichlich
klein geschnittene zwiebeln und gebe alles in den mit 200 grad vorgeheizten
ofen.
jetzt ist es zeit, die salatgurke zu schälen, sie längst
zu teilen und mit einem löffel die kerne und das weiche innere fruchtfleisch
herauszukratzen. anschliessend schnitzle ich sie in mundgerechte stücke.
nach etwa 20 minuten beginnen die zwiebeln im ofen zu rösten.
wenn sie eine goldgelbe farbe angenommen haben, schalte ich die hitze auf
180 grad zurück, gebe die gukenschnitzel rund um das filet und giesse
ein wenig wasser an.
das ganze schmort nun rund 30 minuten weiter - dann ist das filet gar
und die gurken weich (zwischendurch sollten wir aber kontrollieren, ob noch
einmal wasser zum bratensatz gegeben werden muss). ich nehme das fleisch
aus der schmorpfanne, damit sich der saft setzen kann. die pfanne kommt
auf den herd. bei mittlerer temperatur streue ich reichlich frischen dill
über die gurken - wer ihn nicht zur hand hat, nimmt ihn getrocknet
aus der tüte - und hebe vorsichtig, damit die gurken nicht zerfallen,
einige esslöffel saure sahne unter (der säuerliche geschmack
passt bestens zum gemüse). vielleicht muss auch noch einmal nachgewürzt
werden, wozu bei mir - alle wissen es inzwischen - „fondor“ zum einsatz
kommt.
zum schluss schwenke ich noch einige kroketten, die ich aus der tiefkühlung
genommen habe, in wenig neutralem öl in einer pfanne. wenn sie auf
allen seiten goldbraun und kross sind, sind sie ein idealer begleiter zum
schweinefilet im dill-gurkengemüse-nest.
guten appetit!
alles wissenswerte über die gurke gibt es mit einem KLICK!
ins bild ...
(553)
er ist - noch immer - der am meisten gefürchtete literaturkritiker.
seine verrisse kommen einem hurrikan gleich, der über die köpfe
der autoren hinwegbraust. dieser mann kann mit ein paar worten schriftsteller
in den himmel heben - oder sie aus dem literarischen olymp verbannen. und
weil das so ist - und literaturkritik niemals "objektiv" sein kann - finden
einige diesen mann und seine kritikerallüren einfach nur lächerlich.
marcel reich-ranicki kam 1958 aus polen in die bundesrepublik. es
war sein glück, dass er bald anschluss an die "gruppe 47" fand, in
der sich damals die elite der jungen deutschen literatur zusammen fand.
von dort aus war der weg ins feuilleton der ZEIT nicht mehr weit. die entscheidende
berufung aber kam von joachim fest, der - als neuer herausgeber der FRANKFURTER
ALLGEMEINE - reich-ranicki anfang der 70er jahre bat, den literaturteil
der zeitung zu übernehmen.
in kurzer zeit befreite reich-ranicki die literarische kritik von
den fesseln der in ihrem elfenbeinturm tüftelnden akademischen rezensenten
und demokratisierte das gespräch über die literatur. das feuilleton
der FRANKFURTER ALLGEMEINE war bald das wichtigste medium der literaturkritik
in deutschland - und (was noch wichtiger war) ein viel gelesenes.
sprach ich im zusammenhang der literaturkritik von demokratie? wenigstens
führte reich-ranicki seine redaktion mit eiserner hand. jeder artikel,
der das verlagshaus verliess, war von ihm gegen gelesen. er bestand auf
journalistischen stil, sorgfalt und lesbarkeit der rezensionen - womit er
manchen freien mitarbeiter, der immer noch meinte, nur eine unverständliche
kritik sei eine gute kritik, zur weissglut brachte.
marcel reich-ranickis urteil in fragen der literatur ist unerbittlich.
sein leitstern ist thomas mann, dessen prosa für ihn das beste ist,
was die deutsche literatur hervorgebracht hat. daran muss sich jeder messen,
dessen bücher ins auge des kritikes fallen.
das "marcel reich-ranicki - portal" im internet (KLICK! ins bild)
gibt auskunft über das leben und wirken dieses mannes, der mich -
um diese notiz mit einem persönlichen wort zu beschliessen - immer
amüsiert hat.