****komm mit!* rief*******die möve** *ich zeige dir  *** eine insel im weiten ozean** ** so klitzeklein *** wie eine muschel**dort*gibt**es**sehr  viel**zu* *entdecken!****
K R E U Z  UND  Q U E R!
online seit dezember 2003
*sechs neue notizen im september 2005*


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marcel reich-ranicki
schweinefilet im gurkennest
die "zeltburgen" der beduinen
edeltraut und agadir - den tränen nah
achims segelschiff - die "adventure"
mit matias in südmarokko



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matias hesse nimmt uns mit auf eine reise durch südmarokko. sein reisebericht und die fotos machen wirklich lust, selbst einmal loszufahren, um sich alles anzusehen. ich habe seine homepage entdeckt, als ich den plan fasste, in den süden marokkos zu fahren - das ist schon wieder eine weile her. leider stammt auch das letzte update seiner homepage aus dem jahr 2004 - ich wünschte mir sehr, matias würde einmal wieder von seinen reisen berichten. es muss ja nicht - wie man auf seiner homepage unschwer erkennen kann - immer marokko sein.

kurzum: eine sympathische homepage im internet, die nicht nur das reisen - sondern auch das essen zum thema hat. und dorthin surfe ich immer gern. mit einem KLICK! geht es direkt nach südmarokko:




dieser link war bestandteil meiner "linkempfehlungen" - eine rubrik, die ich inzwischen von meiner homepage gelöscht habe. alle empfehlungen werde ich aber nach und nach bei KREUZ und QUER noch einmal vorstellen.




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achim ist ein "hamburger jung" und hat viele leidenschaften. die grösste aber ist seine segelyacht "adventure", die er vor einigen jahren von hamburg in die türkei überführte. dort liegt sie heute und achim segelt - wann immer er kann - mit seinen freunden hinaus in die ägeis. er ist ein erfahrener seemann. das ist aber auch notwendig, denn die segelreviere im östlichen mittelmeer sind alles andere als einfach. heftige stürme und tückische untiefen machen das navigieren manchmal zu einem schwierigen unternehmen.

immer einmal wieder wollte ich achim - mit dem mich eine lange internetfreundschaft verbindet - dazu überreden, einmal den törn nach marokko zu wagen. dieser wunsch steht bei ihm auch ganz oben auf der wunschliste. da aber eine solche reise viel zeit braucht, wird es wohl noch eine weile dauern, bis er in agadir vor anker gehen kann.

mit einem KLICK! auf sein schiff - die "adventure" - geht es zu achims schön gestalteter homepage:




dieser link war bestandteil meiner "linkempfehlungen" - eine rubrik, die ich inzwischen von meiner homepage gelöscht habe. alle empfehlungen werde ich aber nach und nach bei KREUZ und QUER noch einmal vorstellen.




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ich traute meinen ohren ja auch nicht! aber es ist - ohne zweifel - EDELTRAUT, die hier ein jammerlied auf agadir anstimmt ("heimkehr nach agadir"). eine erste kleine hörprobe entfaltet leider nicht gleich den schönen, herzensguten text. deswegen habe ich ihn hier aufgeschrieben (ich glaube allerdings, es ist nur der refrain - und refrains haben es leider an sich, 1000 mal wiederholt zu werden - oh, je!):

... er ist tränen nah
geht er verträumt am strand entlang
das verdankt er nur dir
agadir - er weint
und lacht vor glück ...


wer sich die kleine hörprobe zumuten will ... oder gar ein wenig mitsummen möchte, hier ist eine kostprobe - der titel sagt eigentlich schon alles (KLICK!):

DEN TRÄNEN NAH - HEIMKEHR NACH AGADIR!

wer das lied so schön findet, dass er es in voller länge hören möchte (ich garantiere allerdings für gar nichts), klickt einfach auf edeltraut und ihre musiker. das lied steht als download für billige 99 cent bereit. ich überlege noch ... soll ich? nein, lieber nicht!

p.s. wer ist eigentlich EDELTRAUT?   




inzwischen hat mir edeltraut eine mail geschickt: HIER!





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dieses foto habe ich im internet gefunden. es handelt sich um ein "touristen-camp" in der nähe von zagora. doch deswegen habe ich es hier nicht hergestellt. vielmehr vermittelt das bild einen guten eindruck über das leben und wohnen der beduinen - denn so ganz anders sehen die beduinenzelte nicht aus, denen wir überall im süden marokkos begegnen.

in der mitte befindet sich der grosse platz, auf den nachts die tiere getrieben werden - im kreis herum die wirtschafts- und schlafzelte, die aus ziegenhaar gewebt werden. ziegenhaar ist ein idealer werkstoff, der bei hitze und trockenheit sehr luftdurchlässig ist, sich aber bei nässe dicht zusammen zieht und keine feuchtigkeit durchlässt. der eingang, ein überdachtes tor, kann nachts geschlossen werden. in diesen zelt"burgen" leben die familien im sippenverband zusammen.

so massiv diese zeltanlage aussieht, kann sie doch in kürzester zeit abgebaut und an anderer stelle wieder aufgerichtet werden. die beduinen ziehen den weidegründen hinterher. der marokkanische staat hat ihnen die erlaubnis gegeben, überall im land ihre zelte aufzuschlagen. daher begegnen wir ihren siedlungen nicht nur im süden, sondern - jedoch nur vereinzelt - auch weiter im norden des landes. die weiten strecken legen die beduinen heute allerdings nicht mehr zu fuss zurück, sondern bedienen sich - wenn es ihre finanziellen möglichkeiten zulassen - schwerer "trucks", auf denen sie das vieh transportieren. dies ruft mitunter den zorn der sesshaften marokkanischen bauern hervor, die sich wegen der umher ziehenden beduinen um die - immer kärglichen - weidegründe für ihr eigenes vieh gebracht sehen.

ein besonderes problem stellt die schulausbildung und die medizinische versorgung der beduinen dar. weil sie weit verstreut leben und immer nur für kurze zeit an einem ort bleiben, ist ein sinnvoller schulunterricht kaum möglich und die zentralen krankenstationen nur schwer zu erreichen. daher bemüht sich der marokkanische staat - und übrigens auch jordanien - die beduinen auf dauer sesshaft zu machen. in jordanien können wir allerdings beobachten, was das bedeutet: in der wüste stehen ansammlungen von hässlichen betonhäusern, neben denen regelmässig die beduinenzelte stehen.

man kann nur hoffen, dass marokko einen anderen weg einschlägt, um die beduinen auf dauer von einem sesshaften leben zu überzeugen. ganz gelingen wird es wohl nie, denn den beduinen geht ihre freiheit über alles. sie sind bis heute die wahren kosmopoliten der wüste. zumindest im nahen osten bedeutet diese lebensweise, dass sie abwechselnd und ungeachtet aller staatlichen grenzen sowohl in jordanien, als auch in syrien und im irak ihre zelte aufschlagen.

quelle für das bild ist www.cherg.com, eine organisation, die von ourzazate (südmarokko) aus exkursionen nach m´hamid und in die wüste anbietet.




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es gibt rezepte, die lassen sich ohne alle mühe endlos variieren. deswegen wird allen, die bei KREUZ und QUER  meine rezepte mitlesen, das eine oder andere auch im prinzip bekannt vorkommen.

erst kürzlich habe ich ein „schwarzwälder schweinefilet“ vorgestellt. dieses rezept, das HIER nachgelesen werden kann, variiere ich heute zu einem „filet im gurkennest“.

zuerst einmal wird das schweinefilet längst aufgeschnitten - aber so, dass beide hälften noch miteinander verbunden sind. in diese „tasche“ lege ich einige scheiben frühstücksspeck. der fettrand garantiert beim schmoren die besondere saftigkeit des filets.

anschliessend pfeffere und salze ich das wieder zusammen geklappte filet und lege es in eine gusseiserne bratform, in die ich zuvor etwas neutrales öl gegeben habe. um das filet herum streue ich noch reichlich klein geschnittene zwiebeln und gebe alles in den mit 200 grad vorgeheizten ofen.

jetzt ist es zeit, die salatgurke zu schälen, sie längst zu teilen und mit einem löffel die kerne und das weiche innere fruchtfleisch herauszukratzen. anschliessend schnitzle ich sie in mundgerechte stücke.

nach etwa 20 minuten beginnen die zwiebeln im ofen zu rösten. wenn sie eine goldgelbe farbe angenommen haben, schalte ich die hitze auf 180 grad zurück, gebe die gukenschnitzel rund um das filet und giesse ein wenig wasser an.

das ganze schmort nun rund 30 minuten weiter - dann ist das filet gar und die gurken weich (zwischendurch sollten wir aber kontrollieren, ob noch einmal wasser zum bratensatz gegeben werden muss). ich nehme das fleisch aus der schmorpfanne, damit sich der saft setzen kann. die pfanne kommt auf den herd. bei mittlerer temperatur streue ich reichlich frischen dill über die gurken  - wer ihn nicht zur hand hat, nimmt ihn getrocknet aus der tüte - und hebe vorsichtig, damit die gurken nicht zerfallen, einige esslöffel saure sahne unter (der säuerliche geschmack passt bestens zum gemüse). vielleicht muss auch noch einmal nachgewürzt werden, wozu bei mir - alle wissen es inzwischen - „fondor“ zum einsatz kommt.

zum schluss schwenke ich noch einige kroketten, die ich aus der tiefkühlung genommen habe, in wenig neutralem öl in einer pfanne. wenn sie auf allen seiten goldbraun und kross sind, sind sie ein idealer begleiter zum schweinefilet im dill-gurkengemüse-nest.

guten appetit!




alles wissenswerte über die gurke gibt es mit einem KLICK! ins bild ...





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er ist - noch immer - der am meisten gefürchtete literaturkritiker. seine verrisse kommen einem hurrikan gleich, der über die köpfe der autoren hinwegbraust. dieser mann kann mit ein paar worten schriftsteller in den himmel heben - oder sie aus dem literarischen olymp verbannen. und weil das so ist - und literaturkritik niemals "objektiv" sein kann - finden einige diesen mann und seine kritikerallüren einfach nur lächerlich.

marcel reich-ranicki kam 1958 aus polen in die bundesrepublik. es war sein glück, dass er bald anschluss an die "gruppe 47" fand, in der sich damals die elite der jungen deutschen literatur zusammen fand. von dort aus war der weg ins feuilleton der ZEIT nicht mehr weit. die entscheidende berufung aber kam von joachim fest, der - als neuer herausgeber der FRANKFURTER ALLGEMEINE - reich-ranicki anfang der 70er jahre bat, den literaturteil der zeitung zu übernehmen.

in kurzer zeit befreite reich-ranicki die literarische kritik von den fesseln der in ihrem elfenbeinturm tüftelnden akademischen rezensenten und demokratisierte das gespräch über die literatur. das feuilleton der FRANKFURTER ALLGEMEINE war bald das wichtigste medium der literaturkritik in deutschland - und (was noch wichtiger war) ein viel gelesenes.

sprach ich im zusammenhang der literaturkritik von demokratie? wenigstens führte reich-ranicki seine redaktion mit eiserner hand. jeder artikel, der das verlagshaus verliess, war von ihm gegen gelesen. er bestand auf journalistischen stil, sorgfalt und lesbarkeit der rezensionen - womit er manchen freien mitarbeiter, der immer noch meinte, nur eine unverständliche kritik sei eine gute kritik, zur weissglut brachte.

marcel reich-ranickis urteil in fragen der literatur ist unerbittlich. sein leitstern ist thomas mann, dessen prosa für ihn das beste ist, was die deutsche literatur hervorgebracht hat. daran muss sich jeder messen, dessen bücher ins auge des kritikes fallen.

das "marcel reich-ranicki - portal" im internet (KLICK! ins bild) gibt auskunft über das leben und wirken dieses mannes, der mich - um diese notiz mit einem persönlichen wort zu beschliessen - immer amüsiert hat.